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April 17 2010
Google's Nexus One ein kompletter Fail in Europa
Ich finde es schade, dass Google so lange gewartet hat, das Nexus One in Europa herauszubringen. Damit haben sie ihrem eigenen Gerät direkt den Todesstoß verpasst, denn HTC war mit seinem Nexus-One-ähnlichen Modell "Desire" deutlich schneller und ist ohne Umwege bereits in Deutschland und anderen Ländern erhältlich.
Das Desire bietet etwas mehr RAM, mehr Speicherplatz und bessere Funktionstasten (Hardware- statt Softwaretasten), ist aber sonst baugleich und damit wird niemand mehr das Nexus One kaufen wollen, welches sich immer weiter verzögert und demnächst zumindest über Großbritannien bestellbar sein soll.
Vielleicht war Google einfach zu überzeugt von sich selbst, als dass sie es gemerkt hätten, dass man mit Aussitzen von Problemen (Verkaufsprobleme in den USA) bestimmt nicht einen Markt (Europa) erobert, der sehnsüchtiger auf das Handy wartet, als der Hausmarkt.
April 16 2010
Das war die re:publica 2010
Tja, was soll ich sagen: Irgendwie war die re:publica nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Hier mal, was ich mir erwartete:
- gutes Networking mit Leuten, die man nicht schon von den üblichen Netzwerken kennt
- tolle Sessions/Vorträge zu Themen, die man nicht schon auf diversen Barcamps gehört oder auf einschlägigen Webseiten gelesen hat
- die Möglichkeit, live zu berichten/bloggen (was man von einer Bloggerveranstaltung ja eigentlich erwarten kann)
Und wer hätte es erwartet: ALLE diese Punkte konnten in keinster Weise erfüllt werden. Größter Kritikpunkt: das Internet. Schon im letzten Jahr gab es während der re:publica 2009 mehr Berichterstattung von außen (Medien) als von innen, weil niemand von innen kabellos ins Internet kam. Auch dieses Jahr ließ das WLAN schwer zu wünschen übrig. Wenn man mal das Glück hatte, per DHCP eine IP zu bekommen, bekam dann keine DNS-Anfragen raus und wenn selbst das per Google-DNS gelöst war, kamen keine Daten mehr durch oder die Verbindung brach ab. Leider kamen die Veranstalter auch nicht auf die Idee, mal ein paar Netzwerkkabel hinzuhängen, damit man mit dem Laptop wenigstens mal ein paar Flickr-Fotos hochladen konnte. Mir scheint, niemandem war dort bewusst, dass es Leute gibt, die zur Veranstaltung kamen, weil sie mit dem Bloggen Geld verdienen und u.U. ein paar Exklusiv-Artikel veröffentlichen wollten.
Auch die Sessions waren jetzt nicht allzu berauschend. Da gab es die Google-Sessions: Eine Session über Buzz, dessen Inhalt alle Beteiligten bereits kannten und eigentlich nur eine Buzz-Produktpräsentation war. Dann war da die "Was bietet Google noch?" Session, bei der ein paar neue Funktionen von Google Docs gezeigt wurden, von denen man bereits hörte, aber es auch mal schön war, diese auch Live zu sehen. Direkt im Anschluss noch eine "Kollaboration mit Google Produkten" Session, auf der Docs/Spreadsheets und Wave mit mehr als einer Person gezeigt wurde. Die vierte Session von Google war "Wie kann man Googles Produkte besser machen?", wo sich die Teilnehmer beschwerten, dass man die Kontaktmöglichkeit zu Google vermisst und für besser findbaren Support (ohne Foren) sogar zahlen würde.
Weiterhin gabs noch viele Sessions zum Thema "Privacy". Mich nervt diese Diskutiererei dazu extrem an und ich hätte jedes Mal brechen können, als bei einigen Firmen- und Produkt-Bashings direkt die Privacy-über-alles-Jubelperser kurz vor einem Standing-Ovation-Flashmob standen.
Eine der wenigen guten Sessions kam von Sascha Pallenberg zum Thema: "Wie kann ich mit Bloggen Geld verdienen", bei denen er den Leuten erstmal erklären musste, dass es kein Geheimrezept gibt, sondern dass jeder seinen eigenen Weg hat und es eigentlich immer auf den Content und die Einzigartigkeit dessen ankommt.
Zu den Teilnehmern kann man fast sagen: Ja, es war schön, einige Gesichter die man von Twitter kennt, auch mal face2face zu begegnen (wovon ich hier keine Aufzählung machen werde, weil ich mit Sicherheit Leute vergesse und die sich dann beschweren werden), aber leider waren viel zu wenig Leute dort, die noch nie auf Barcamps oder ähnlichen Veranstaltungen waren, die man gar nicht kannte und mit denen man vielleicht gerne mal Kontakt aufgenommen hätte.
Extrem negativ fand ich am letzten Tag der #rp10 (offizielles Hashtag der re:publica) die Location. Ab 14:00 Uhr mussten die Teilnehmer den Friedrichstadtpalast verlassen, weil man anscheinend alles für eine weitere Veranstaltung vorbereiten wollte. Leider wurde damit auch die Garderobe geschlossen, sodass man den halben Tag mit seinem Gepäck rumrennen musste, wenn man, wie ich auch, am letzten Tag abends abreist. Für mich fällt das in die Kategorie "epicfail".
Fazit: Diese Veranstaltung war schlicht und ergreifend langweilig und unproduktiv.
February 21 2010
Bye-Bye Vodafone
Gestern bekam ich meine Online-Rechnung und wäre fast aus allen Wolken gefallen: 226,11 Euro.
Nach einem Blick auf die detaillierte Rechnung sollte ich 195.23 Euro für "Internet / E-Mail (web.vodafone.de)" bezahlen. Also ich hab den Zusatztarif "Vodafone live! InternetFlat" worüber ich über den WAP-APN benutzen kann und über Port 80/443 zumindest surfen kann. Außerdem funktionieren Dienste wie Google Maps auf meinem Nokia E71 damit tadellos. Überall hab ich diesen APN als Default eingestellt und es funktionierte auch seit ca. einem Jahr wunderbar. Wenn man den WEB-APN verwendet, bekam ich auch freundlicherweise von Vodafone eine SMS, indem man mir mitteilte, dass der APN nicht kostenlos sei. Das hat mich vor einem Jahr mal 5 Cent gekostet, als ich diesen Zugangspunkt benutzt hatte, aber das ist OK und durch die SMS merkte man dies schnell.
Jetzt allerdings, ich vermute mal, dass ein Google Maps Update Schuld war, wurde plötzlich der Web-APN wirklich häufig genutzt, was ich nicht gemerkt habe. Auch die typische SMS blieb aus, unter dessen Umständen ich vielleicht nur 1-2 Euro bezahlt hätte.
Am 15. Februar bekam ich dann erstmals wieder eine solche SMS und ich löschte vorsichtshalber den Web-APN komplett vom Handy, ohne zu ahnen, dass es deutlich zu spät war.
Ein Anruf bei der 1212 allerdings vermieste mir die Laune komplett: Man wollte mir nicht helfen und das sei schließlich mein Problem, da ich ja abwechselnd den Web- und Wap-APN verwendet hatte (WAP wohl bei Mail und surfen und WEB hatte sich wohl bei Google Maps eingeschlichen, welches sich immer selbst einwählt und ich benutze es wirklich oft).
Nach fast 12 Jahren als Vodafone-Kunde (auch für Festnetz und DSL) bin ich erstmals wirklich angepisst darüber, dass man mir unterstellt, dass ich den APN absichtlich verwendet hätte. Aber ganz ehrlich: Dann würde ich lieber meinen Tarif raufstufen, statt mal eben knapp 200 Euro im Monat dafür auszugeben.
Ich verteidige Vodafone in Blogs an allen Ecken und Kanten und dann passiert so ein Mist.
Auch ist Vodafone kein besonderer Schaden entstanden (wie z.B. Dauertelefonie in andere Netze o.ä.), sondern nur, dass bei meiner Online-Aktivität ein paar weitere Ports offen waren, die ich nicht genutzt habe. Auch die Engstirnigkeit der Mitarbeiterin im Callcenter brachte meine Laune auf ein Höchstmaß, die mich nicht verstehen wollte und wohl auch nicht konnte (osteuropäische Herkunft).
Ich schätze mal, dass noch diese Woche meine Kündigung an Vodafone rausgeht und der Schritt fällt mir nach 12 Jahren wirklich schwer und ich bin maßlos enttäuscht.
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