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August 11 2010
Warum ich Google Streetview als notwendig erachte
Dies schildert genau einen Anwendungsfall des bei den Deutschen als umstritten geltenden Google Street View Projekts.
Man nehme einen zurückzulegenden Weg von der eigenen Wohnung zum deutschen Google-Hauptquartier in Hamburg. Man bedenke: Es ist nur ein Beispiel. Das Gebäude ist in Hamburg in der ABC-Straße, mitten in der Hamburger Innenstadt nahe dem Gänsemarkt. Leider gibt es dort bei Google ein Problem: Die Parkplätze. Also findet man dank des in den Wagen eingebauten Navis ein Parkhaus. Und nun geht es los.
Wie Männer vorgehen: Diese schauen sich zu Hause auf einer Karte (Beispiel Google Maps) den Weg an und finden nach 3maligem Verlaufen dann doch zum Ziel.
Wie Frauen vorgehen: Viele Frauen (nicht alle) können sich Wege nicht anhand von Karten merken, wurde ja auch wissenschaftlich bewiesen. Diese merken sich Wegpunkte, wie ein besonders hübsches Gebäude, ein Laden o.ä. Klingt komisch, ist aber so. Sie kommt aus dem Parkhaus, weiß vielleicht grad so, wo sie ist, aber die 6 Straßenecken, die sie sich merken muss, müsste sie wahrscheinlich noch 2mal erfragen. Ist ja auch nicht schlimm.
Wie man mit Street View zum Ziel kommt: Zu Hause widerum hätte man schauen können, wie man zum Ziel kommt. Männer merken sich die Straßennamen und grob das Bild, Frauen merken sich die Wegpunkte. Genau so hab ich dies letztes Jahr in London gemacht. Ich wusste auch ohne mein Handy, was mir nicht zur Verfügung stand, direkt nach dem Erreichen der U-Bahnstation, wie ich effektiv zum Hotel komme, ohne 4mal nach dem Weg fragen zu müssen. Ich bin den Weg einfach vorher mal abgelaufen und hab dabei gleich leckerere Essens- und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe gefunden. Dies ist mit einem Blick auf die Karte und/oder dem Satellitenbild einfach nicht zu bewerkstelligen.
Es wird einfach unser Leben nachhaltig verändern, wenn uns das Google Maps (auf dem Handy) bei der Navigation nicht nur die blöde Karte anzeigt, sondern eben auch die Gebäude und Wegpunkte. Es ist einfach ein Schritt nach vorn, statt einfach mal wieder stehen zu bleiben, worin Deutschland ja auch ein Weltmeister ist.
April 25 2010
Gesunder Menschenverstand rät zum Widerspruch gegen Frau Aigner
Während Frau Aigner als Verbraucherschutzministerin zum Widerspruch gegen jegliche Datenspeicherung, die im Rahmen des Street-View-Projekts entstehen, rät, frage ich mich eher, ob das Ministerium für Verbraucherschutz im Zuge der Löschung aller Vorratsdaten auch die Akten jeglicher Firmen außer Google vernichtet hat.
Hat die Gutste eigentlich nach der wochenlangen Diskussion nicht begriffen, dass 81,99 Millionen Menschen kein Problem mit Streetview haben? Selbst durch die Warnung des BSI haben nur eine zu verachtende Anzahl von Menschen nicht die Finger vom Internet Explorer gelassen und Frau Aigner glaubt immer noch, dass sie die durch die RTL2-ähnlichen Medien abgestumpften Menschen mit Panikmache noch dazu bewegen kann, elektronisch, geschweige denn in Papierform ein Formular auszufüllen, um gegen die Speicherung ihrer Daten Einspruch zu erheben? Sie rät dazu, dass die Häuser mit Hausnummer unkenntlich gemacht werden sollen, vergisst aber dabei, dass in allen Kartenmaterialien die Hausnummern grob mit in den Meta-Informationen stehen und wenn die Nachbarn ihre Hausnummern nicht ausblenden, ist es ja jedem, der die Zahlen 0 bis 9 beherrscht, möglich, die entsprechende Hausnummer zu raten.
Liebe Frau Aigner, bitte setzen Sie sich mal vor einen Computer, lassen Ihr gesponsortes M$-Word mal ausgeschaltet (scheint ja das Einzige zu sein, was Sie bedienen können) und surfen Sie mal durch's Internet. Planen sie doch mal testweise eine Reise nach London (sollte bei Ihren Diäten ja drin sein) mit Hotel und schauen Sie doch mal mit Street View nach, wo Sie in der Umgebung einen netten Pub finden. Sie werden begeistert sein, wie toll das ist. Ich habe es probiert und nicht bereut, es getan zu haben. Und wenn Sie sich dann im Hotel noch bei Foursquare einchecken wollen und im Gebäude keinen Empfang haben, werden Sie froh sein, dass Ihr Mobiltelefon über die WLANs in der Umgebung Ihre Position trotzdem genau bestimmen kann.
Leider bin ich mir über Ihre Position noch nicht ganz im Klaren: Sie betiteln sich als Verbraucherschützerin, aber eigentlich glaube ich, dass sie nur Ihr Ego beschützen wollen, in Ihrer Laufbahn wenigstens IRGENDWAS bewegt haben zu können, ähnlich wie die komische Frau, die in Deutschland eine Zensurinfrastruktur einführen wollte.
Alle beschweren sich, dass aus Deutschland keine Erfindungen mehr kommen, aber wegen solcher Ministerinnen wird Erfinder- und Entwicklungsgeist ziemlich effektiv gebremst.
Vielen Dank Deutschland für die beschissenen letzten 4 Bundestagswahlen.
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