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January 21 2012
Google sagt Bye Bye zu Picnik, Sky Map und Urchin
Die Aufräumaktion geht weiter und Google schaltet erneut alte Produkte ab bzw. entwickelt sie nicht weiter.
Wo bislang überwiegend Produkte dabei waren, bei denen ich sowieso nie glaubte, dass sie jemand nutzt, geht es jetzt an Produkte, die ich selbst ständig bzw. oft nutze.
Auf dem Chromebook gibt es ja keine Möglichkeit, Grafiken direkt zu bearbeiten, also benutzte ich dafür gerne Picnik: Bild hochladen, beschneiden, verkleinern, runterladen, benutzen. Dies wird ab dem 19. April doch eher schwierig. Ich hoffe, dass PicasaWeb bis dahin entsprechende Bearbeitungsfunktionen bekommt, da pixlr leider nicht immer so gut funktioniert, wie ich es gerne hätte.
Dann ist da noch die Android-App Sky Map. Diese wird zukünftig Open-Source gestellt, aber nicht mehr von Google weiterentwickelt. Das ist schade, da es für Astronomieproblemfälle wie mich auch mal die Chance bot, zu schauen, welcher Stern da eigentlich zu welchem Sternzeichen gehört.
Das bekannteste Beispiel ist aber wahrscheinlich Urchin. Viele kennen es ja nicht mehr unter diesem Namen, sondern unter "Google Analytics", aber bevor es von Google gekauft wurde, hatten die Kunden immer die Chance, die Software auf eigenen Servern zu betreiben, was den deutschen Datenschützern wahrscheinlich eine kleine Freudenträne entlockt, aber diese Lizenzen werden ab März 2012 nicht mehr verlängert.
Alles in Allem sollte Google langsam mal aufhören mit seinem Putzwahn, sonst bleibt bald nichts mehr übrig, was man noch wegfegen kann.
November 12 2011
Google Glaskugel API für alle
Die Prediction API - eine Schnittstelle für Prognosen gibt es jetzt für alle. Bisher war diese nur für ausgewählte Tester verfügbar.
Wofür man die braucht?
Ganz einfach: Man nehme viele Daten wie z.B. eingekaufte Produkte mit verknüpften Kunden-IDs, werfe diese in die Prediction API und finde für den nächsten Kunden heraus, was ihn anhand eines Produktes noch interessieren könnte. Dies sieht man schon sehr schön bei Amazon. Wenn man eine Waschmaschine kauft und er einem vorschlägt, dass ein Trockner ja auch ganz cool wäre und es ihn u.U. interessieren könnte.
Auch eigene Spamfilter könnte man schreiben. Sei es für Mail oder Blogkommentare oder was einem noch so einfällt.
Überhaupt bietet diese API schier unfassbar viele Möglichkeiten der Verbesserungen von Webseiten, indem man vorhandene Kundeninformationen auswertet.
Training
Natürlich muss auch diese API erstmal trainiert werden. Wenn man also schon genügend Informationen hat, die man auswerten kann, kann man diese Bulk in die API spielen. Ansonsten muss die Informationen nach und nach zu Google schicken und damit leben, dass das System am Anfang eher unzuverlässig ist.
November 09 2011
Googles neue Logo-Welt
Seit heute hat Google+ ein neues Logo und es wurde kaum beachtet:

Ich hoffe sehr, dass auch alle anderen Services neue Logos bekommen. Ein Beispiel sieht man schon an dem demnächst Dienst, der ja eigentlich demnächst umbenannt werden soll: Picasa soll zu Google Photos werden und die Google+-Fanpage hat jetzt schon dieses Logo:

Diese Pastelltöne finde ich ja selbst sehr schick und ich schätze diese neue Art der Logos. Wenn jetzt die Dienste allmählich ihre Logos ändern, bleibt nur zu hoffen, dass die Google-Website selbst mit diesen Logos eine bessere Integration aller Dienste erhält.
Spannend wird es vor allem im Business-Bereich, wie z.B. mit Google Mail in Google Apps, da der Mensch, wie ja bekannt ist, ein Gewohnheitstier ist und dann seine E-Mails plötzlich nicht mehr lesen kann, weil eben die Logos anders aussehen. Es bleibt spannend in der Google-Welt.
October 26 2011
Chrome-15-Update und seine Auswirkungen auf Facebook-Apps
Er ist endlich erschienen: Der Chrome 15. Was aber ab heute ganz viele Menschen beim Surfen auf Facebook sehen werden, ist folgende Leiste:

Das passiert, weil Non-HTTPS-Inhalte in Facebook-Apps eingebunden wurden. Manchmal bewusst, manchmal eher unbewusst. Nach dem neulichen HTTPS-Apps-Zwang-Update bei Facebook, sieht es wohl so aus, als würden immer mehr Menschen mit Facebook mit eingeschaltetem HTTPS-Zwang benutzen.
Was kann man dagegen tun? Erstmal solltet ihr alle Inhalte auch über HTTPS ausliefern und vor allem https:// vor die URLs schreiben. Sollte der Server kein HTTPS unterstützen, braucht ihr dringend einen anderen Hoster oder einen HTTPS-Proxy. Letzterer tunnelt dann alle Anfragen zu eurem HTTP-Server. Das sieht dann ungefähr so aus: https://ProviderHTTPSProxy.example.com/example.net/test.jpg
Wenn man seine Server bei normalen HTTP-Anfragen nicht mit den ca. 30% Mehrlast für den Server belasten, kann man URLs (so euer Server denn unter http:// als auch https:// erreichbar ist), auch einfach das Protokoll weglassen und schon nimmt er für die Anfragen das aktuell benutzte Protokoll. Das sieht dann so aus: <img src="//example.com/test.jpg" />. Damit ist man dann ressourcensparend, aber auch auf der sicheren Seite unterwegs, dass man immer eine perfekte Webseite ausliefert.
October 10 2011
Google Technology Usergroups
Am Wochenende auf dem mobilecamp sprach ich mit diversen Leuten, die noch nie was von GTUGs gehört haben. Dies muss sich ändern.
Eine GTUG ist, wie im Titel schon steht, die Google Technology Usergroup - also ein Zusammenschluss von Menschen, die Google-Technologien einsetzen oder interessiert daran sind. Im Rahmen dieser GTUGs finden weltweit häufig Treffen statt. Diese gibt es in Form von Hackathons, Stammtischen oder Events statt. Beispielsweise gab es dieses Jahr zur Google I/O Public-Viewings in allen Großstädten weltweit.
Ich selbst habe mich der GTUG Hamburg angeschlossen, aber es gibt in Deutschland natürlich noch mehr davon. Eine gesamte Auflistung findet man unter gtugs.org.
March 01 2011
Cebit und die Cloud - das war wohl nix

Dieses Jahr hört man ständig, das Thema der Cebit: Cloud Computing. Schade nur, dass man keinerlei neue Dinge findet. Alles, was man dieses Jahr so in den Messehallen findet, hat man scheinbar im letzten Jahr stehen lassen und dieses Jahr ein neues Label draufgeklebt.
Geht man am Microsoft-Stand vorbei, sieht man ein großes Schild mit "Hier beginnt die Cloud". Dahinter widerum sieht man nichts anderes als eine Präsentation von office.com - ein Dienst der schon deutlich älter ist und Word, Excel sowie PowerPoint in die Cloud verlagert.
Ein weiterer Cloud-Betreiber wie Google befand sich gar nicht erst in der CloudComputing-Halle, sondern positionierte sich direkt neben der Webciety-Area und verloste ein Nexus S, weshalb sich ein großer Auflauf von Menschen drumherum bildete.
Amazon widerum als wohl bekanntester Cloud-Anbieter hat sich im Gegensatz zu 2010 gar nicht erst auf die Cebit gewagt.
Allerdings zeigten diverse andere ERP-, CRM- und Buzzword-Anbieter, wie sie ihre Lösungen in die Cloud portierten. Allerdings ist auch hier nichts großartig Neues dabei.
Vielleicht finde ich ja in den anderen Hallen noch spannende Dinge.
January 13 2011
Liebe Datenschützer
In letzter Zeit muss ich immer wieder euer Geheule lesen und ich weiss nicht, wie ich euch klar machen kann, dass ihr keine Ahnung habt.
Ich weiss ja, dass Datenschutz nicht nur bedeutet, dass Google keine IPs speichern darf und dass Datenschutz sehr wichtig ist. Auch, dass der Datenschutz bei jedem Klingelschild an jedem Hauseingang anfängt, woran man erkennen kann, wer in einem Haus wohnt.
Aber wie wäre es mal mit einer anderen Taktik? Da gibt es Drohungen, dass man sich durch Einbinden von nicht datenschutzkonformen Tracking-Mechanismen direkt Abmahnungen und/oder Klagen einfangen kann, aber wie wäre es mit Aufklärung? So kann man schon mit einer einfachen Zeile mehr bei Google Analytics forcieren, dass etwas anonymisiert wird:
<script type="text/javascript">
var _gaq = _gaq || [];
_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXXXXX-X']);
_gaq.push(['_gat._anonymizeIp']);
_gaq.push(['_trackPageview']);
(function() {
var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript'; ga.async = true;
ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
var s = document.getElementsByTagName('script')[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
})();
</script>
Die fett markierte Zeile forciert die Anonymisierung der getrackten Daten seitens Google. Also warum diese Gängelung durch die Presse? Die deutschen Webseitenbetreiber würden oft ganz gerne den Regelungen nachkommen, wissen aber nicht immer, wie das geht.
Man stelle sich vor, wie viele gemietete Root-Server in Deutschland existieren, die von Hobby-Admins konfiguriert werden. Diese sind oft nur spärlich gesichert und jeder Webserver-Request für die Webseiten werden standardmäßig geloggt. In den Logfiles sind oft auch die IP-Adressen der Besucher gespeichert. Dank logrotate werden diese Daten auch nach einigen Wochen gelöscht, aber glaubt mal ja nicht, dass die Daten nur ansatzweise anonymisiert werden. Oft werden sogar zu Sicherheitszwecken IP-Adressen beim Login geloggt, grad im Online-Games-Bereich, nur um Doppelnutzungen auszuschließen. Diese Daten sind keineswegs anonymisiert, weil sie direkt mit Accounts verbunden sind und daraus auch meist das Nutzungsverhalten von Benutzern direkt ausgelesen werden kann. Wenn man diese Gedanken mal etwas weiterspinnt, kann hier der Aufenthaltsort eines Spielers bestimmt wird, weil große Firmen oft statische IP-Adressen haben. Da kann man schon sehen, welcher Spieler wann von zu Hause oder von der Arbeit spielt.
Aber da ihr Datenschützer ja nur eine Lieblingssau habt, die ihr durch das Dorf treiben könnt, nutzt ihr dies, um euch noch wieder etwas wichtigerer zu tun, statt euch einfach mal mit Leuten hinzusetzen, die Ahnung davon haben. Damit meine ich nicht Google, sondern vielleicht mal die Zielgruppe und das sind zur Zeit die Leute, die Google Analytics einsetzen.
Beim Datenschutz gilt nämlich, wie auch in der Politik selbst: Ihr arbeitet für das Volk, nicht umgekehrt. Das ist nur noch nicht angekommen. Und zum Volk gehören auch die Programmierer und kleinen Webseitenbetreiber, die sich keine zig-tausend Euro teure Lösung zur Analyse der Webseitenbesucher leisten können.
Und wie ich auch schon auf Twitter sagte: Ich berate euch gerne ehrenamtlich, wenn ihr es nur wollen würdet. Und es gibt einige Menschen mit Ahnung, die dies tun würden.
December 24 2010
Was ich mir von Google nächstes Jahr wünsche
Man weiss ja inzwischen, dass ich ganz viele Dinge inzwischen über Google abwickel, trotzdem gibt es einige Dinge, die mich noch etwas stören und bei denen ich mir wünschen würde, dass sie im Jahr 2011 behoben werden:
- Google Buzz in den Apps - viele glauben ja, dass Buzz wie Wave bald eingestellt wird, ich hoffe aber, dass es erweitert und für mehr Leute verfügbar gemacht wird
- Google hält sich an seine eigenen PageSpeed-Regeln - wenn ich z.B. die Google-Webfonts einbinde und damit die PageSpeed-Punkte nach unten gerissen werden, finde ich das weniger lustig
- Alle Google-Produkte lassen sich mit Apps nutzen - es gibt da viele Dinge wie Profile die nicht funktionieren oder PicasaWeb, bei dem man keinen zusätzlichen Speicherplatz mieten kann
- eine vernünftige Online-IDE - im Zuge von ChromeOS könnte Google die Entwickler wirklich beeindrucken, wenn man WebAnwendungen online entwickeln und testen könnte
- Google Storage für alle - ich persönlich benutze es schon, aber ich finde, jeder sollte den Amazon-S3-Ersatz nutzen dürfen
- ein nutzbares Streetview - Google sollte sich über die Regeln hinwegsetzen und alle Verpixelungen rückgängig machen (die Diskussion über die Rohdatenveränderungen können wir uns hier sparen) und eventuelle Klagen aussitzen; hier ist einfach viel durch Fehlinformationen versehentlich verpixelt worden und wir werden sehen, wie groß der Verpixelungsanteil bei Microsofts Pendant wird
August 11 2010
Warum ich Google Streetview als notwendig erachte
Dies schildert genau einen Anwendungsfall des bei den Deutschen als umstritten geltenden Google Street View Projekts.
Man nehme einen zurückzulegenden Weg von der eigenen Wohnung zum deutschen Google-Hauptquartier in Hamburg. Man bedenke: Es ist nur ein Beispiel. Das Gebäude ist in Hamburg in der ABC-Straße, mitten in der Hamburger Innenstadt nahe dem Gänsemarkt. Leider gibt es dort bei Google ein Problem: Die Parkplätze. Also findet man dank des in den Wagen eingebauten Navis ein Parkhaus. Und nun geht es los.
Wie Männer vorgehen: Diese schauen sich zu Hause auf einer Karte (Beispiel Google Maps) den Weg an und finden nach 3maligem Verlaufen dann doch zum Ziel.
Wie Frauen vorgehen: Viele Frauen (nicht alle) können sich Wege nicht anhand von Karten merken, wurde ja auch wissenschaftlich bewiesen. Diese merken sich Wegpunkte, wie ein besonders hübsches Gebäude, ein Laden o.ä. Klingt komisch, ist aber so. Sie kommt aus dem Parkhaus, weiß vielleicht grad so, wo sie ist, aber die 6 Straßenecken, die sie sich merken muss, müsste sie wahrscheinlich noch 2mal erfragen. Ist ja auch nicht schlimm.
Wie man mit Street View zum Ziel kommt: Zu Hause widerum hätte man schauen können, wie man zum Ziel kommt. Männer merken sich die Straßennamen und grob das Bild, Frauen merken sich die Wegpunkte. Genau so hab ich dies letztes Jahr in London gemacht. Ich wusste auch ohne mein Handy, was mir nicht zur Verfügung stand, direkt nach dem Erreichen der U-Bahnstation, wie ich effektiv zum Hotel komme, ohne 4mal nach dem Weg fragen zu müssen. Ich bin den Weg einfach vorher mal abgelaufen und hab dabei gleich leckerere Essens- und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe gefunden. Dies ist mit einem Blick auf die Karte und/oder dem Satellitenbild einfach nicht zu bewerkstelligen.
Es wird einfach unser Leben nachhaltig verändern, wenn uns das Google Maps (auf dem Handy) bei der Navigation nicht nur die blöde Karte anzeigt, sondern eben auch die Gebäude und Wegpunkte. Es ist einfach ein Schritt nach vorn, statt einfach mal wieder stehen zu bleiben, worin Deutschland ja auch ein Weltmeister ist.
August 04 2010
Google: Bye bye Wave
Google hat angekündigt, dass sie Wave nicht mehr aktiv weiterentwickeln. Leider fehlte ihnen einfach die Menge der User, sodass sich Google entschieden hat, dass sie Wave nicht mehr selbst weiterentwickeln wollen, sondern dies durch die Community erledigen lassen.
Ich kann diesen Schritt leider ein bisschen verstehen. Ich persönlich nutze Wave sehr gerne und oft. Leider braucht es bei den Kollaborateuren oft viel Überzeugungsarbeit, damit diese die Welle auch benutzen. Meine Vermutung: Google war mit Wave einfach 10 Jahre zu früh dran. Mail bereitet den Usern noch nicht genügend Schmerzen, außerdem sind Instant Messenger noch nicht in den Verruf geraten, dass sie nicht rechtssicher genug sind. Außerdem fragten die Leute mir noch zu oft: "Wie und was und warum" statt es einfach zu benutzen. Wave ist zu intuitiv für intelligente Menschen, sodass sie das Produkt einfach nicht in die Zielgruppe getragen haben, denn beim Enduser kam dieses Produkt im Kopf nie an.
Aber ach, die Menschen lieben es, wenn die Technik einen Schritt zurück, statt einen großen Schritt voran macht. Schade!
Motorola - die Witzfigur des Android-Marktes
Den größten Handy-Hersteller-Wechsel-Fehler, den ich je beging, war, damals auf ein Motorola RAZR V3 zu wechseln, deswegen bin ich bei der Marke doch sehr voreingenommen.
Was der Hersteller sich aber mit dem Motorola Milestone/Droid leistet, geht auf keine Kuhhaut mehr. Es wurde angepriesen als Flash-Ready (sobald Android Flash kann, sollte das Milestone es auch haben) und überhaupt war es ein von Google offiziell supportetes Mobiltelefon.
Da kommen wir zum ersten Punkt: Motorola hat auf allen Wegen versucht, mit irgendwelchen Firmen Exklusiv-Verträge zu schließen. Da war z.B. der Megafail-Exklusiv-Vertrag mit XING. Die besagte, dass die XING-Android-App bis Ende Juli 2010 ausschließlich auf dem Motorola Milestone laufen durfte. Das widerspricht jeglichem Android-Gedanken, dass man für eine Plattform entwickelt und dies auf unzähligen Geräten läuft und funktioniert. Dies bescherte verständlicherweise der App sehr viele schlechte Kritiken im Android-Market, vor allem weil sie auch noch furchtbar schlecht von einer externen Firma und nicht XING selbst entwickelt wurde.
Dann wurde jetzt damit begonnen, Android 2.2 (Froyo) für das in den USA verfügbare Motorola Droid (sehr ähnlich dem Milestone) als OTA-Update rauszupushen. Hier wurde direkt mal das Tethering, eine oft gewünschte neue Funktion von Froyo, deaktiviert. Dies liegt daran, dass der Chip angeblich den AP-Mode nicht unterstützt. Ein Workaround für gerootete Handys nutzt den WLAN-Ad-Hoc-Modus, aber dies lässt das Gerät sehr schnell erhitzen und ist auch nicht die Lösung. Hier wurde anscheinend beim Chip gespart (ich schätze, dass es sich wieder nur um 15 Cent o.ä. handelt). Da wundert mich, dass Google sich das gefallen lässt und weiterhin behauptet, dass das Milestone/Droid Android voll unterstützt.
Und dann gibt es da dieses neue Apple-Verhalten, welches Motorola an den Tag legt. Wieder versucht eine Firma, ihre Nutzer zu bevormunden und wenn diese das nicht wollen, werden sie gegängelt, wie es nur geht. Als Beispiel sei da nur die Nutzung eigener ROMs auf dem Telefon genannt.
Aber was soll's. Da Android ein offenes System ist, kann man als Endnutzer ja glücklicherweise entscheiden, welchen Hersteller und welches Modell man wählen möchte und was zu einem selbst passt.
May 07 2010
Linkempfehlung zum Thema Google Street View
Bei meiner Streetview Tour durch Finnland bin ich auf folgendes Bild gestoßen: Auto.
Sucht man bei Google mal nach dem Kennzeichen, findet man dann u.a. auch so etwas: Autohaus (vielen Dank an @Moe für den Hinweis).
Was sagt uns das? Ein maximal 2 Jahre altes Auto mit 51000 gefahrenen Kilometern fuhr irgendwannd vor einem Street View Car in Helsinki her. Mehr nicht.
May 01 2010
April 25 2010
Abstimmung zu Street View
Ich hab mal eben kurz eine kleine Abstimmung zusammengeklöppelt, wo die Menschen abstimmen können, ob sie für oder gegen Google Street View sind.
Man benötigt zur Abstimmung einen Google Account. Dies dient nur zur Sicherstellung, dass die abstimmung in geregelten Bahnen verläuft und nicht allzu viele doppelte Votes dabei sind.
Gesunder Menschenverstand rät zum Widerspruch gegen Frau Aigner
Während Frau Aigner als Verbraucherschutzministerin zum Widerspruch gegen jegliche Datenspeicherung, die im Rahmen des Street-View-Projekts entstehen, rät, frage ich mich eher, ob das Ministerium für Verbraucherschutz im Zuge der Löschung aller Vorratsdaten auch die Akten jeglicher Firmen außer Google vernichtet hat.
Hat die Gutste eigentlich nach der wochenlangen Diskussion nicht begriffen, dass 81,99 Millionen Menschen kein Problem mit Streetview haben? Selbst durch die Warnung des BSI haben nur eine zu verachtende Anzahl von Menschen nicht die Finger vom Internet Explorer gelassen und Frau Aigner glaubt immer noch, dass sie die durch die RTL2-ähnlichen Medien abgestumpften Menschen mit Panikmache noch dazu bewegen kann, elektronisch, geschweige denn in Papierform ein Formular auszufüllen, um gegen die Speicherung ihrer Daten Einspruch zu erheben? Sie rät dazu, dass die Häuser mit Hausnummer unkenntlich gemacht werden sollen, vergisst aber dabei, dass in allen Kartenmaterialien die Hausnummern grob mit in den Meta-Informationen stehen und wenn die Nachbarn ihre Hausnummern nicht ausblenden, ist es ja jedem, der die Zahlen 0 bis 9 beherrscht, möglich, die entsprechende Hausnummer zu raten.
Liebe Frau Aigner, bitte setzen Sie sich mal vor einen Computer, lassen Ihr gesponsortes M$-Word mal ausgeschaltet (scheint ja das Einzige zu sein, was Sie bedienen können) und surfen Sie mal durch's Internet. Planen sie doch mal testweise eine Reise nach London (sollte bei Ihren Diäten ja drin sein) mit Hotel und schauen Sie doch mal mit Street View nach, wo Sie in der Umgebung einen netten Pub finden. Sie werden begeistert sein, wie toll das ist. Ich habe es probiert und nicht bereut, es getan zu haben. Und wenn Sie sich dann im Hotel noch bei Foursquare einchecken wollen und im Gebäude keinen Empfang haben, werden Sie froh sein, dass Ihr Mobiltelefon über die WLANs in der Umgebung Ihre Position trotzdem genau bestimmen kann.
Leider bin ich mir über Ihre Position noch nicht ganz im Klaren: Sie betiteln sich als Verbraucherschützerin, aber eigentlich glaube ich, dass sie nur Ihr Ego beschützen wollen, in Ihrer Laufbahn wenigstens IRGENDWAS bewegt haben zu können, ähnlich wie die komische Frau, die in Deutschland eine Zensurinfrastruktur einführen wollte.
Alle beschweren sich, dass aus Deutschland keine Erfindungen mehr kommen, aber wegen solcher Ministerinnen wird Erfinder- und Entwicklungsgeist ziemlich effektiv gebremst.
Vielen Dank Deutschland für die beschissenen letzten 4 Bundestagswahlen.
April 20 2010
Wenn einem plötzlich die Domain nicht mehr gehört
dann hat man echt mal die A****karte gezogen. So jetzt passiert bei RubyOnRails.org.
Sucht man bei Google, erhält man noch folgendes Ergebnis:

Ruft man die Seite dann aber auf, bekommt man ein bekanntes Bild von Domaingrabbern:

Jetzt kann ich natürlich nur mutmaßen, aber entweder hat jemand die Gebühr für die Domain nicht bezahlt oder es gab mal wieder eine feindliche Übernahme einer Domain, bei der es verschiedene Möglichkeiten der Durchführung gibt. Bleibt abzuwarten, was in den nächsten Tagen dort passiert.
Update: Wie sich rausgestellt hat, hat der Registrar wohl verpasst, die Domain rechtzeitig zu verlängern.
Ereilt Buzz das Friendfeed-Syndrom?
Wie Postrank herausgefunden hat, sind fast 90% aller Beiträge in Buzz nicht von Menschenhand geschrieben. Der Großteil der Buzzes kommt von Twitter und wird automatisch gezogen. Danach folgen die automatisch durch RSS-Feeds geladenen Beiträge, die oft von Blogs kommen.
Nur 10,95% kommen nicht von diesen Quellen, müssen aber deswegen nicht unbedingt von Menschenhand verfasst worden seien.

Als ich diese Grafik sah, dachte ich direkt an Friendfeed. Selbst dort kam es mir immer vor, als hätten alle Leute nur mal eben ihre Feeds eingestellt und das Portal nie wieder besucht, in der Hoffnung, dass mind. 1 Person den Kram liest. Leider fälschen eben Dienste wie Friendfeed auch die Feedburner-Statistiken, weil die Follower-Zahlen als Feed-Subscriber zählen. D.h. wenn ich 100 Follower auf Friendfeed habe, habe ich 100 Feedleser dort, obwohl FF eher wie Twitter ist: Ein Dienst bei dem die Nachrichten nur vorbei rauschen.
Ich fände es sehr schade, wenn Buzz das selbe Schicksal ereilen würde wie Friendfeed: Es gibt ein paar Leute, die sich den ganzen Tag dort tummeln, aber der Großteil hat einen Account und kümmert sich nicht drum.
Google mit virtueller Tastatur für Sonderzeichen
Man kennt das ja: Man muss mal eben was auf indisch suchen und dann macht man erstmal die Character Map Software auf und sucht die entsprechenden Buchstaben raus. Nein, natürlich ist das Quatsch, aber solche Fälle gibt es trotzdem.
Deswegen bietet Google jetzt für einige lokale Suchseiten, wie z.B. in Griechenland, Finnland, Indien, Russland und Thailand, eine virtuelle Tastatur neben dem Sucheingabefeld an.

Eigentlich gar keine so schlechte Idee, wenn man wirklich keine passende Tastatur zur Hand hat. Schade nur, dass man diese Möglichkeit nicht für China oder Japan anbietet. Das könnte aber daran liegen, dass die Anzahl der verfügbaren Zeichen nicht auf ein 105-Tasten-Keyboard passt.
April 19 2010
April 16 2010
Das war die re:publica 2010
Tja, was soll ich sagen: Irgendwie war die re:publica nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Hier mal, was ich mir erwartete:
- gutes Networking mit Leuten, die man nicht schon von den üblichen Netzwerken kennt
- tolle Sessions/Vorträge zu Themen, die man nicht schon auf diversen Barcamps gehört oder auf einschlägigen Webseiten gelesen hat
- die Möglichkeit, live zu berichten/bloggen (was man von einer Bloggerveranstaltung ja eigentlich erwarten kann)
Und wer hätte es erwartet: ALLE diese Punkte konnten in keinster Weise erfüllt werden. Größter Kritikpunkt: das Internet. Schon im letzten Jahr gab es während der re:publica 2009 mehr Berichterstattung von außen (Medien) als von innen, weil niemand von innen kabellos ins Internet kam. Auch dieses Jahr ließ das WLAN schwer zu wünschen übrig. Wenn man mal das Glück hatte, per DHCP eine IP zu bekommen, bekam dann keine DNS-Anfragen raus und wenn selbst das per Google-DNS gelöst war, kamen keine Daten mehr durch oder die Verbindung brach ab. Leider kamen die Veranstalter auch nicht auf die Idee, mal ein paar Netzwerkkabel hinzuhängen, damit man mit dem Laptop wenigstens mal ein paar Flickr-Fotos hochladen konnte. Mir scheint, niemandem war dort bewusst, dass es Leute gibt, die zur Veranstaltung kamen, weil sie mit dem Bloggen Geld verdienen und u.U. ein paar Exklusiv-Artikel veröffentlichen wollten.
Auch die Sessions waren jetzt nicht allzu berauschend. Da gab es die Google-Sessions: Eine Session über Buzz, dessen Inhalt alle Beteiligten bereits kannten und eigentlich nur eine Buzz-Produktpräsentation war. Dann war da die "Was bietet Google noch?" Session, bei der ein paar neue Funktionen von Google Docs gezeigt wurden, von denen man bereits hörte, aber es auch mal schön war, diese auch Live zu sehen. Direkt im Anschluss noch eine "Kollaboration mit Google Produkten" Session, auf der Docs/Spreadsheets und Wave mit mehr als einer Person gezeigt wurde. Die vierte Session von Google war "Wie kann man Googles Produkte besser machen?", wo sich die Teilnehmer beschwerten, dass man die Kontaktmöglichkeit zu Google vermisst und für besser findbaren Support (ohne Foren) sogar zahlen würde.
Weiterhin gabs noch viele Sessions zum Thema "Privacy". Mich nervt diese Diskutiererei dazu extrem an und ich hätte jedes Mal brechen können, als bei einigen Firmen- und Produkt-Bashings direkt die Privacy-über-alles-Jubelperser kurz vor einem Standing-Ovation-Flashmob standen.
Eine der wenigen guten Sessions kam von Sascha Pallenberg zum Thema: "Wie kann ich mit Bloggen Geld verdienen", bei denen er den Leuten erstmal erklären musste, dass es kein Geheimrezept gibt, sondern dass jeder seinen eigenen Weg hat und es eigentlich immer auf den Content und die Einzigartigkeit dessen ankommt.
Zu den Teilnehmern kann man fast sagen: Ja, es war schön, einige Gesichter die man von Twitter kennt, auch mal face2face zu begegnen (wovon ich hier keine Aufzählung machen werde, weil ich mit Sicherheit Leute vergesse und die sich dann beschweren werden), aber leider waren viel zu wenig Leute dort, die noch nie auf Barcamps oder ähnlichen Veranstaltungen waren, die man gar nicht kannte und mit denen man vielleicht gerne mal Kontakt aufgenommen hätte.
Extrem negativ fand ich am letzten Tag der #rp10 (offizielles Hashtag der re:publica) die Location. Ab 14:00 Uhr mussten die Teilnehmer den Friedrichstadtpalast verlassen, weil man anscheinend alles für eine weitere Veranstaltung vorbereiten wollte. Leider wurde damit auch die Garderobe geschlossen, sodass man den halben Tag mit seinem Gepäck rumrennen musste, wenn man, wie ich auch, am letzten Tag abends abreist. Für mich fällt das in die Kategorie "epicfail".
Fazit: Diese Veranstaltung war schlicht und ergreifend langweilig und unproduktiv.
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