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January 21 2012
Google sagt Bye Bye zu Picnik, Sky Map und Urchin
Die Aufräumaktion geht weiter und Google schaltet erneut alte Produkte ab bzw. entwickelt sie nicht weiter.
Wo bislang überwiegend Produkte dabei waren, bei denen ich sowieso nie glaubte, dass sie jemand nutzt, geht es jetzt an Produkte, die ich selbst ständig bzw. oft nutze.
Auf dem Chromebook gibt es ja keine Möglichkeit, Grafiken direkt zu bearbeiten, also benutzte ich dafür gerne Picnik: Bild hochladen, beschneiden, verkleinern, runterladen, benutzen. Dies wird ab dem 19. April doch eher schwierig. Ich hoffe, dass PicasaWeb bis dahin entsprechende Bearbeitungsfunktionen bekommt, da pixlr leider nicht immer so gut funktioniert, wie ich es gerne hätte.
Dann ist da noch die Android-App Sky Map. Diese wird zukünftig Open-Source gestellt, aber nicht mehr von Google weiterentwickelt. Das ist schade, da es für Astronomieproblemfälle wie mich auch mal die Chance bot, zu schauen, welcher Stern da eigentlich zu welchem Sternzeichen gehört.
Das bekannteste Beispiel ist aber wahrscheinlich Urchin. Viele kennen es ja nicht mehr unter diesem Namen, sondern unter "Google Analytics", aber bevor es von Google gekauft wurde, hatten die Kunden immer die Chance, die Software auf eigenen Servern zu betreiben, was den deutschen Datenschützern wahrscheinlich eine kleine Freudenträne entlockt, aber diese Lizenzen werden ab März 2012 nicht mehr verlängert.
Alles in Allem sollte Google langsam mal aufhören mit seinem Putzwahn, sonst bleibt bald nichts mehr übrig, was man noch wegfegen kann.
January 20 2012
Großraumbüro - Fluch oder Segen?
Startups sind ja dafür bekannt, dass sie neues Personal gern mit hippen Locations und noch hipperen Büros locken. Ich führte heute die wohl vierzigste Diskussion über dieses Thema und muss dies einfach auch mal niederschreiben.
Wie oft ich in den letzten zwei Jahren von kleineren Firmen hörte: "Wir haben ein Loft bei/in/auf [hier den Namen einer hippen Location einfügen]" und mir nur jedes Mal dachte: "Hättet ihr vernünftige Büros könntet ihr wegen erfolgreich gesteigerter Produktivität die Hälfte des Personals entlassen". Auch ich habe schon in solchen Locations gearbeitet, wo wir mit 15 Personen auf knapp 50m² und auch mit der gleichen Personenzahl auf 250m² saßen. Es macht keinen Unterschied, solange da keine Wände sind.
Ausgerechnet die oft gelobten Lofts haben das Problem, dass sie sehr hellhörig sind, aber auch niedrigere Raumdecken schaffen es nicht, den Hall zu unterdrücken den die Menschen nunmal machen. Das Hauptproblem: Menschen wollen kommunizieren. Diese Kommunikation wird nur allzugern mündlich geführt, grad wenn man sich gegenüber sitzt. Dagegen ist auch grundsätzlich nichts einzuwenden. Wären da nicht noch die anderen im Büro. Die wollen nämlich auch kommunizieren.
Wenn man mal so eine Gruppe Kinder beobachtet, merkt man ganz schnell, was ich meine. Einer fängt an, der nächste will aber mehr gehört werden und wird lauter und so steigert sich die Lautstärke, ohne dass die Anzahl der Personen steigt. Leider lässt diese Eigenschaft nie nach. Die Leute im Büro wollen ihre Diskussion schließlich jetzt führen und dafür muss man die beiden Labertaschen vom Nebentisch natürlich übertönen. Da die aber ihr Gespräch über [gestern Abend|den letzten Fick|neue Modetrends|hier weitere überflüssige Themen einfügen] nicht beenden wollen, wird es im Büro unweigerlich laut.
Und dann kommen die Leute, die in Ruhe arbeiten wollen.
Für diese Leute gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Sie brüllen rum und versuchen die Laberbacken zur Ruhe zu bewegen. Dies löst Unmut beim Brüllenden aus, bei den Empfängern und bei Unbeteiligten, die sich fragen, warum denn jetzt noch ein weiterer Kollege so einen Terz macht.
2. Sie setzen sich Kopfhörer auf um sich Ruhe zu verschaffen. Zu diesem Typ gehöre auch ich und hier gibt es auch Probleme bei der Anwendung. Man muss die Musik so laut drehen, dass ich andere Kollegen davon gestört fühlen. Außerdem muss man sie so laut drehen, dass eine Disco wie die ICE-Ruhezone wirkt und es löst u.U. sogar gesundheitliche Probleme aus, da das Innenohr dauerhaft geschädigt wird. Und ich spreche da aus eigener Erfahrung: ein geplatztes Trommelfell ist nicht witzig und die beiden OPs waren nicht so das Wahre. Und jahrelang jeden Satz mit eine "Hä?" zu hinterfragen wirkt jetzt auch nicht so prickelnd.
Was tun?
Erstmal muss man sich dessen bewusst werden, dass Großraumbüros nicht ein einziges Problem lösen. Das kollegiale Gefühl stärkt es nicht. Wirklich nicht. Es löst keine Kommunikationsprobleme, sondern schafft sie eher. Es erhöht keineswegs die Produktivität und es wirkt für Kunden auch nicht kreativer als andere Büros. Kreativität ist eh nichts, was man durch einen bestimmten Bürotyp oder Ort erzwingen kann. Für Kreativität braucht es Wohlfühlatmosphäre. Diese Atmosphäre hat so mancher Kreative sogar eigentlich nur zu Hause, wo ihm oft auch die besten Ideen kommen, die er dann am nächsten Tag bei der Arbeit einfach nur manifestiert.
Was Chefs tun sollten: Das Äußere ignorieren. Nicht nur das der Mitarbeiter, sondern das eigene Äußere der eigenen Firma. Intelligente Menschen können nämlich unterscheiden zwischen gespielter und echter Kreativität. Steckt kreative Leute in einzelne Räume, in denen sie mit maximal 3-4 anderen Mitarbeitern zusammensitzen. Dort können sie kreativ sein, ohne andere, projektfremde Kollegen damit zu belästigen. Die Produktivität wird steigen.
Was Mitarbeiter tun sollten: Also zuallererst mal aufhören mit den Augen zu rollen. Lieber mal die Klappe aufmachen, wenn euch der Lärm stört. Sagt es euren Kollegen und euren Chefs, sonst wissen sie nicht, dass es nervt. Ihr wisst ja: Manche merken nix! Wenn euch Kollegen nerven und ständig ansprechen, versucht einfach mal die Ignorier-Taktik. Das wirkt anfangs etwas arrogant, aber ihr werdet schließlich dafür bezahlt, dass ihr gute Arbeit abliefert.
Was ihr noch tun solltet: Zerstört eure eigene Illusion, dass ihr durch ein cooleres Büro selbst cooler werdet und ihr dadurch noch begehrter werdet. Ihr seid nur begehrt, wenn ihr gute Arbeit macht.
Wer mir dieses Gelaber grad nicht glaubt, der setze sich doch mal einen Vormittag mit seinem Laptop in eine Kinderkrippengruppe und versuche konzentriert zu arbeiten. Ihr werdet sehen: Eigentlich ist es wie ein Arbeitstag im Großraumbüro in komprimierter Form.
January 19 2012
January 18 2012
Yepp. Me too…
January 08 2012
Foursquare und die Nutzung in Deutschland
Zu Weihnachten war ich London und dank Vodafone UK kam ich in den gleichen Genuss wie in Deutschland: Always On (Ausnahme: In der U-Bahn). Also konnte ich auch schön Foursquare nutzen, weil man in der schönen Stadt ja endlich auch mal ein paar andere Locations sieht und außergewöhnliche Badges ergattern kann.
Was mir aber in diesem Zeitraum auch aufgefallen ist: Die Briten nutzen Foursquare anders als wir. Also nicht nur anders, sondern überhaupt. Kein kleiner Bahnhof, ohne dass mind. 5-10 Leute dort eingecheckt waren. Keine Location die einen Mayor hatte, der bei der Nachbar-Venue auch Mayor war. Ich kenne das aus Hamburg so, dass man alle (Vorsicht: Ironie) 6 Mayor der Stadt, die man bei Check-Ins sieht, irgendwann schon mal persönlich getroffen hat. Das ist, als wenn man Monopoly alleine spielt.
Je kleiner die Stadt oder das Dorf wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass die nächste bekannte Venue mehr als 1km entfernt liegt. Das ist in anderen Ländern anders. Wenn man da nur 30 Meter von der U-Bahnstation entfernt steht, findet man beim Drücken auf den Check-In-Button diese Station ohne Suche nicht, weil noch so viele andere Venues im Umkreis von 29 Meterns sind.
Natürlich bleibt jedem selbst überlassen, ob er Foursquare nutzen möchte, doch ich finde, dass diese typisch deutsche Meinung "ich würde niemals meine Location preisgeben" den Erfolg solcher Dienste hier bisher erfolgreich verhindert oder habt ihr in letzter Zeit mal wieder was von friendticker gehört? :)
Foursquare versucht allerdings jetzt auch hierzulande, mehr User zu bekommen, indem sie die Hipster-Hauptstadt mit einem Badge versehen haben:
Ich hoffe mal, dass dies zukünftig hilft.
November 28 2011
Warum Google bei Google+ für Google Apps nachgedacht hat - und SinnerSchrader das auch tun sollte
Ja, der Titel provoziert, aber jetzt habe ich eure volle Aufmerksamkeit.
Gestern erschien auf dem Blog "Fischmarkt" ein Artikel mit dem Titel "Warum wir Google+ für Google Apps wieder abschalten - und Google das auch tun sollte". Nur leider gingen deren Überlegungen völlig an dem vorbei, was sich Google dabei dachte.
Fangen wir doch erstmal an, welche User Google Apps nutzen:
- private User
- Firmen
Ich gehöre zu beiden Gruppen und fange mal mit Punkt 1 an: Meine private E-Mail läuft komplett über Google Apps. Ich hatte früher zum Spielen einen Googlemail-Account, der aber ungenutzt ist. Jetzt kam Google+ und ich musste meinen Googlemail-Account reaktivieren, den ich gar nicht nutzen will. Weil es aber nicht anders ging, war es notwendig. Jetzt ist Google+ für Google Apps da und schon sind diese Nutzer wieder glücklich und können ihren eigentlich ungenutzten Account wieder dieser Bestimmung zukommen lassen.
Für Nutzer, die noch nicht wissen, ob sie ihren Google-Apps-Account privat auch noch in den nächsten 24 Monaten nutzen wollen, ist es ratsam, noch zu warten mit dem Umzug des Google+-Accounts.
Zu Nutzergruppe 2 - die Firmen. Hier ist es eh nicht ratsam, sein privates Profil auf dem Firmenaccount anzulegen. Ich kenne inzwischen diverse Menschen, die damals meinten, sie müssten ihren XING-Account mit ihrer Firmen-E-Mail-Adresse anlegen, denn es ist ja ein Businessnetzwerk. Nach dem Wechsel in ein anderes Unternehmen und dem Vergessen des Passworts kommt man also nie wieder an seinen Account - sehr schlau. Nicht.
Bei Google+-für-Google-Apps-Benutzer im Firmenumfeld verhält es sich ähnlich. Allerdings sind diese Accounts nicht unnütze. Man nehme jetzt mal SinnerSchrader als Beispiel: Die Mitarbeiter, die sich dafür interessieren, was der Chef so mitzuteilen hat, können diesen in der Domain einkreisen, aber er muss dies nicht umgekehrt tun (könnte bei sehr laberbedürftigen Mitarbeitern auch sehr anstrengend werden). So. Jetzt will er aber den Mitarbeitern etwas mitteilen, also gibt er als Empfänger die Domain "sinnerschrader.com" an. Und schon lesen es alle, die es interessiert. *ding ding*
Weiterer Vorteil für die Firmenprofile: Man kann sein Privatleben vom Berufsleben trennen. Ja, diese Menschen gibt es heute immer noch. D.h. dass so ein Pressesprecher sich im Google+-Profil, welches er im Firmen-Account angelegt hat, sich schön in Krawatte zeigen kann, aber im privaten Account gerne auch mal Fotos mit einem Bier in der Hand an engste Freunde posten kann, ohne dass dies unbedingt mit der Firma in Bezug gebracht wird.
Dies machen wir ja schließlich alle täglich auch im Berufsleben, indem wir nicht mit unserer Privat-E-Mail-Adresse Mails an Kunden schicken - denn wir trennen Berufs- und Privatleben.
Zur Sache mit der Schizophrenie: Ja, es ist komisch, dass ich dreimal auf Google+ existiere (1x Privat-Apps-Account, 1x Firmen-Apps-Account, 1x GoogleMail-Adresse (deprecated wenn das Migrationstool kommt)). Aber erinnern wir uns zurück an die guten alten Wave-Zeiten (hach, damals!). Die Leute kamen nicht so gut damit klar, dass die Wave-Adressen wie E-Mail-Adressen aussahen, aber keine waren. Aus diesem Fehler lernte Google und macht diese Adressen jetzt nicht mehr sichtbar, sondern greift auf die guten alten UserIDs zurück und zeigt in der Suche die Klarnamen an. Ist jetzt auch wieder nicht richtig, da "man" ja nicht weiss, welcher Account jetzt der Richtige ist.
Ich bin da eher der Meinung: Wenn ich bei Google+ jemanden einkreisen möchte, dann schaue ich mir genau an, wer das ist, was für ein Zweck der Account hat (privat, geschäftlich, rumspammig, o.ä.) und denke einfach vorher etwas nach. Ich weiß, die Realität in Bezug auf denkende Benutzer sieht da anders aus, aber das ist ja nicht immer nur ein Problem der Plattform.
November 18 2011
Aus dem Leben eines Entwicklers
Dieses Bild trudelte grad über Google+ rein:

Im ersten Moment dachte ich: Hihihihi. Leider stellt es die Realität dar.
So ein typischer Software-Entwickler will Dinge bauen und er will sie geil bauen und vor allem: Richtig. Und er fängt auch richtig an, nimmt sich viel Zeit für die Grundmauern. Doch dann kommt die Realität.
Diese Realität sieht oft so aus, dass das geplante Featureset zwar toll ist, aber leider nicht ausreicht, da jeder Mensch die eierlegende Wollmilchsau möchte. Das ist auch ganz normal, denn bei einem Auto möchte man ja auch nicht immer nur von A nach B kommen, sondern die Fahrt dann gerne auch mit Klimaanlage in wohliger Atmosphäre oder bei lauter Musik mit einer tollen Soundanlage genießen.
Nur so ein Auto wird meist über viele Jahre hinweg geplant. Software nicht. Heutzutage sind viele Softwareprojekte gern "agil". Agilität ist eine super Sache - man braucht nicht weit zu denken, sondern klatscht in kleinen Schritten Dinge außen an das Grundgerüst dran. Auch dieses dranklatschen ist keine so verkehrte Sache, denn man kann bei der Softwareentwicklung tatsächlich eingreifen, wenn ein Projekt in die falsche Richtung läuft.
Was fehlt: Zeit zum Aufräumen (Refactoring).
Nehmen wir eine normale Website als Beispiel. So eine einfache Website mit einem Impressum (ohne Templates o.ä.). Jetzt will der Kunde eine "Über mich" Seite, die genauso aussieht wie die Impressum-Seite mit anderen Texten. Was passiert? Man kopiert das Impressum und tauscht den Text aus. Will man jetzt einen Tag im Header ändern, muss man schon zwei Dateien anpassen, damit es bei beiden Dateien gleich ist. Das wäre so, als würde ein Tanklaster an einer Tankstelle jede Zapfsäule einzeln beladen. Dieses System skaliert nicht.
Wie aber macht man jetzt dem Kunden klar, dass man hier lieber Refactoring betreiben sollte, damit zukünftige Arbeiten nicht doppelt passieren müssen?
Frühzeitige Erkenntnis wecken. Wenn ursprünglich die Website nur als Impressum diente und jetzt plötzlich doch mehr Inhalte kommen, muss man dem Kunden gleich klarmachen, dass noch weitere Änderungen kommen werden, auch wenn er es selbst noch nicht weiß. Man rechnet ihm vor, was zukünftige kleine Änderungen kosten werden, im Gegensatz zu einer einmaligen (nicht unwesentlich größeren) Änderung, die jetzt gleich und richtig gemacht wird. Wenn er es trotzdem nicht möchte, hat man ja glücklicherweise die E-Mail mit der Belehrung als Beweis, dass man ihn nicht über den Tisch ziehen will :)
November 14 2011
Hamburg, deine Events
So hieß die Session am Wochenende von Matthias und Rene auf dem Barcamp Hamburg, in der es darum ging, dass es in Hamburg zu wenige "gute" Events gibt. Es gibt welche, aber diese halten sich doch eher im Rahmen und sind meist für diverse Arten von Menschen eher simpelste Networkingveranstaltungen. Es wurde in der Session bemängelt, dass z.B. auch die NEXT Conference nach Berlin gegangen ist, aus diversen Gründen, die gerüchteweise im Umlauf sind (die Leser suchen sich einfach selbst eins aus, aber wahrlich nicht die offiziell genannten Gründe).
Es fehlen Events, die sich um "unsere Brance" drehen: das Internet, die Medien usw. Und es fehlt an Leuten, die genau diese Events veranstalten. Vielleicht sind sie ja da draussen, aber u.U. trauen sie sich nicht oder haben nicht die Kontakte, um Sponsoren und Location zu organisieren.
Um dieses Manko zu beheben, haben sie das Projekt "Silicon Harbor" gestartet:
![]()
Hier sollen Kompetenzen und Kontakte gebündelt und den Organisatoren unter die Arme gegriffen werden. Ich hoffe auf einen großen Erfolg dieses Projekts und hoffentlich auf gute Veranstaltungen schon im nächsten Jahr.
O2 Einzelfälle - oder wie sich eine Barcamp-Session verselbständigt
Auf dem Barcamp Hamburg am Wochenende erzählte uns Matthias etwas zu O2 und seinen Problemen mit dem Mobilfunkanbieter. Ich verfolge diese Probleme ja schon länger auch auf Twitter mit und muss sagen: Gut dass ich bei Vodafone bin.
Gerade in Großstädten ist O2 immer wieder putzig, wenn man vollen Empfang hat (wenn man denn welchen hat) und keine Daten durch die Verbindung gehen oder Gespräche auch direkt mal abbrechen.
Fragt man den Mobilfunkanbieter selbst, sind dies alles Einzelfälle und temporäre Probleme. Ja nee, schon klar. Hint an O2: Probleme, die länger als einen Tag existieren, sind NICHT temporär. Werden sie auch nicht sein.
Wer ähnliche Probleme mit O2 hat, kann sich gerne hier im Formular eintragen. Vielleicht sieht der Anbieter dann mal, dass das keine Einzelfälle sind.
November 12 2011
Google+ jetzt mit Badges - wie Facebook
Gestern freute ich mich noch, dass Google+ tolle neue Logos hat und dazu auch kleine Buttons angeboten hat, schon legen sie heute nach und bieten Badges. Über diese kleinen, einfach einzubindenden Schnipsel kann man auf der eigenen Website anbieten, dass andere Leute die Fanpage einkreisen können. Mit Personenprofilen scheint dies nicht möglich zu sein. Ob diese Möglichkeit kommt oder nicht: Man weiss es nicht.
Das Aussehen erinnert ein wenig an eine Mischung aus dem Facebook Like Button und dem Page Badge und leider kann man auch noch kein Layout anpassen - weder Hintergrundfarbe noch Breite und Höhe lassen sich ändern. Aber da die Badges noch mit "Preview" gekennzeichnet sind, wird Google wohl auch dies bald eingebaut werden.
Und hier noch die Google+ Page zu diesem Blog (ich verspreche, ich werde nicht nur stumpf die Blogbeiträge dort posten):
Google Glaskugel API für alle
Die Prediction API - eine Schnittstelle für Prognosen gibt es jetzt für alle. Bisher war diese nur für ausgewählte Tester verfügbar.
Wofür man die braucht?
Ganz einfach: Man nehme viele Daten wie z.B. eingekaufte Produkte mit verknüpften Kunden-IDs, werfe diese in die Prediction API und finde für den nächsten Kunden heraus, was ihn anhand eines Produktes noch interessieren könnte. Dies sieht man schon sehr schön bei Amazon. Wenn man eine Waschmaschine kauft und er einem vorschlägt, dass ein Trockner ja auch ganz cool wäre und es ihn u.U. interessieren könnte.
Auch eigene Spamfilter könnte man schreiben. Sei es für Mail oder Blogkommentare oder was einem noch so einfällt.
Überhaupt bietet diese API schier unfassbar viele Möglichkeiten der Verbesserungen von Webseiten, indem man vorhandene Kundeninformationen auswertet.
Training
Natürlich muss auch diese API erstmal trainiert werden. Wenn man also schon genügend Informationen hat, die man auswerten kann, kann man diese Bulk in die API spielen. Ansonsten muss die Informationen nach und nach zu Google schicken und damit leben, dass das System am Anfang eher unzuverlässig ist.
Amazon mit weiterem Rechenzentrum
Amazon hat in Oregon ein neues Rechenzentrum an den Start gebracht. Damit gibt es im Westen der USA das zweite Rechenzentrum, allerdings zum günstigeren Preis als in Nordkalifornien. Die Preise gleichen eher denen des US-East-Rechenzentrum und es ist voll ausgestattet wie die anderen Rechenzentren auch mit EC2s, S3 und den restlichen Services, die man so braucht.
Ich persönlich wünsche mir ja so ein Rechenzentrum in Europa mit günstigeren Preisen. Das in Dublin schlägt halt deutlich mehr zu Buche, als das US-East, weshalb ich für die Entwicklung auf dieses Datacenter ausweiche. Würde mich aber über weniger Latenz total freuen.
DHL Express ist toll. Nicht.
Ich bestellte Montag etwas an die Firmenadresse. Ich bestellte es mit Express-Versand, damit es rechtzeitig ankommt. Es wurde über DHL Express versandt inkl. tollem Tracking, welches mir alle halbe Stunde anzeigte, wie toll sich die Bestellung zum nächsten Punkt bewegte. Ich war glücklich.
Bis Dienstag, dem Zustellungsdatum. Als ich Abends von Zuhause mit Parcels nachschaute, war meine Bestellung zugestellt. Ich verließ das Büro um 18:45 Uhr. Zugestellt wurde es um 17:20 Uhr. Meine Verwunderung war groß, war die Bestellung doch immer noch nicht in meinen Händen. Zum Glück stand ein Name dabei, nur leider kannte ich diesen nicht.
Am nächsten Morgen war die erste Tat: Auf die Klingelschilder schauen, ob es diesen Namen gibt - Fehlanzeige. Also hieß es: Warten auf das Eintreffen der Nachbarn. Keiner der Nachbarn kannte den im Tracking angegebenen Namen, der meine Bestellung angeblich haben soll. Natürlich war auch kein Zettel im Briefkasten, der mir u.U. mehr Informationen hätte zukommen lassen können. Zum Glück bin ich in der Lage, den Tracking-Status zu lesen.
Mittwoch Nachmittag machte ich mich auf die Suche nach meiner Bestellung. Irgendwo auf diesem blauen Planeten muss doch die Bestellung sein, die ich, hätte ich es ohne Express bestellt, wahrscheinlich auch schon gehabt hätte. Also ging ich zum Haus hinter unserem Büro. Meine Freude war groß, denn was stand dort: Ein DHL-Zustellfahrzeug mit dazu passendem DHL-Zusteller. Ich fragte ihn, ob er meine Bestellung kennt. Seine Antwort: "Ich mach kein Express, das machen zwei Kollegen von mir". Ich schilderte ihm meine Lage und er griff zum Handy, rief einen der Kollegen an und fragte ihn, ob er meine Bestellung abgegeben hätte. Ich hörte ein "Ja" und meine Freude stieg. Er erzählte dem Kollegen, wo er es abgegeben hätte und meine Aussage, dass ein Zettel im Briefkasten total schnafte gewesen wäre, übermittelte er barsch in Richtung seines Kollegen.
Meine Augen wurden allerdings groß, als mir der DHL-Zusteller sagte, ich solle in sein Lieferfahrzeug einsteigen, da er eh dort hin müsse. Wir fuhren an 4 größeren Bürogebäuden vorbei, bogen in die nächste Straße ein und landeten bei der Warenannahme eines bekannten Linsenherstellers. Dort sagte man mir, dass man den Namen des Empfängers kenne.
Freude.
Nach kurzer Suche, war die Empfängerin gefunden und diese erzählte mir, dass es in der Warenannahme bei den anderen Paketen liegt. Dort angekommen, standen dort ca. 150 Pakete verschiedener Größen rum. Ob dieses Rollband allerdings Ein- oder Ausgang war wollte ich gar nicht erst fragen. Aber da war meine Bestellung. Sie lag dort zwischen ihren Artgenossen und ich nahm es mit. Mein Rückweg zu Fuß dauerte doch dann ca. 5 Minuten und ich war, einen Tag zu spät, glücklich über den Empfang meiner Bestellung.
Warum ich das hier schreibe?
Weil es mich tierisch anbricht, was DHL Express für einen Scheiß baut. Es ist doch nicht wirklich schwer, einen Zettel in den Briefkasten zu werfen und mir zu sagen, dass man die Bestellung 5 Häuser weiter abgegeben hat. Wie zur Hölle soll man denn darauf kommen, dass es dort ist? Hätte ich nicht zufällig den sehr netten DHL-Mann getroffen, der mir helfen konnte, hätte ich mein Paket wahrscheinlich in 3 Wochen noch nicht, da es natürlich die Person, die es entgegen genommen hat, nicht mal wusste, wo unser Büro ist, geschweige denn hätte sie es zu uns gebracht. Warum auch?!
Hier mal der Weg, den das Paket vom eigentlichen Ziel genommen hat:
November 09 2011
Googles neue Logo-Welt
Seit heute hat Google+ ein neues Logo und es wurde kaum beachtet:

Ich hoffe sehr, dass auch alle anderen Services neue Logos bekommen. Ein Beispiel sieht man schon an dem demnächst Dienst, der ja eigentlich demnächst umbenannt werden soll: Picasa soll zu Google Photos werden und die Google+-Fanpage hat jetzt schon dieses Logo:

Diese Pastelltöne finde ich ja selbst sehr schick und ich schätze diese neue Art der Logos. Wenn jetzt die Dienste allmählich ihre Logos ändern, bleibt nur zu hoffen, dass die Google-Website selbst mit diesen Logos eine bessere Integration aller Dienste erhält.
Spannend wird es vor allem im Business-Bereich, wie z.B. mit Google Mail in Google Apps, da der Mensch, wie ja bekannt ist, ein Gewohnheitstier ist und dann seine E-Mails plötzlich nicht mehr lesen kann, weil eben die Logos anders aussehen. Es bleibt spannend in der Google-Welt.
November 08 2011
Google Plus und seine Pages
Sie sind endlich da - die Google+ Pages. Ich persönlich finde sie etwas mau, da es nichts Anderes als Profilseiten sind, aber ich schätze mal, dass da hoffentlich noch was kommt.
Worüber man sich aber schon mal zum Launch Gedanken machen sollte, sind die Inhalte der Felder, die man auf der "Create Page" Seite eingeben muss. Ich habe davon schon mal ein paar Screenshots gemacht:



Man darf gespannt sein, wann das Feature für alle freigeschaltet wird.
November 03 2011
re:publica 2012 - nee lass' mal!
Die re:publica steht wieder an. Erstmals in einer neuen Location. In den letzten Jahren war der Besuch ein Muss, aber die Zeiten sind leider vorbei.
Es gibt keine Vorträge über Dinge, die nicht mindestens schon ein halbes Jahr alt sind und damit im Internetzeitalter schon ein historisches Kennzeichen verdient hätten. Außerdem wird die Konferenz immer mehr zu einer politischen Veranstaltung, weg von den eigentlichen Internet-Inhalten. Vielleicht mag dies für die Veranstalter, die sich immer mehr politisch engagieren, interessant sein, aber schon bei der letzten re:publica hörte ich von Nicht-Technikern stimmen wie: "Mir fehlte ein wenig die Technik". Und ich denke, das will was heissen.
Außerdem tummeln sich dort immer mehr Social-Media-Berater. Wenn ich eine Veranstaltung brauche, auf der Leute sich gegenseitig dafür bewundern, wie viele (oder eher wenig) Fans sie auf einer Facebook-Page generiert haben und mit welchen Maßnahmen, dann geh ich auf sinnlose Veranstaltungen wie den Social-Media-Club, der regelmäßig stattfindet.
Die re:publica ist inzwischen weit entfernt von der einstigen Blogger-Konferenz. Mich würde interessieren, wieviele von den Blogger-Ticket-Erwerbern wirklich über die Veranstaltung bloggen, bzw. wieviele der Besucher überhaupt ein Blog besitzen oder betreuen. Meist sind es diese 9-to-5-Social-Media-Unter-Zwang-In-Der-Firma-Nutzer, die man so antrifft. Bereichert wird diese Mischung nur noch durch die SEOs (=Menschen, die im Browser mal "View Source" angeklickt haben und meinen, sie können HTML und wissen, was Semantik für Google bedeutet), die den Pulk der Ahnungslosen vervollständigen.
Fazit: Nein Danke.
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