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May 10 2012
Google I/O Extended 2012 in Hamburg

Auch in diesem Jahr gibt es, wie angekündigt, eine Google I/O Extended in Hamburg.
Was das ist? Das ist ganz einfach: Die Google I/O ist eine sehr spannende Konferenz von Google in San Francisco, die sich rund um Neuigkeiten und spannende Weiterentwicklungen der Google-Produkte geht.
Nun gibt es ja verschiedene Gründe, um an dieser Konferenz nicht teilzunehmen. Sei es der lange und teure Flug, die nicht grad billigen und sehr schnell ausverkauften Tickets oder einfach der Zeitmangel, sich knapp eine Woche frei für eine Konferenz zu nehmen.
Deshalb gibt es weltweit die Google I/O Extended. Hier schauen die vielen Google-Interessierten zusammen die Keynotes und Sessions. Außerdem werden vielerorts auch Hackathons angeboten, um neue Dinge zu lernen und sich von Profis auch mal kleine Tipps und Tricks rund um die Google-Produkte abzuholen.
An vielen Standorten findet dieses Public-Viewing direkt bei Google statt und für Hamburg kann man sich auf dem Teilnahmeformular registrieren. Wo eine I/O-Extended in DEINER Nähe stattfindet, kannst du in den nächsten Tagen hier sehen.
Ich freue mich auf eine Menge Teilnehmer.
Ach ja: Spread the Word!
March 26 2012
Google ist dein Freund
Unter diesem Titel gibt es jetzt eine Ausstellung in Essen.
Die beiden Studentinnen für Kommunikationsdesign Anke Willsch und Deborah Taranto haben im Rahmen ihrer Diplomarbeit mal etwas mit den Vorurteilen zum Thema "Google" und der Datensammelwut und den restlichen Vorurteilen aufgeräumt. Wie mir die beiden bei meinem Besuch gestern berichteten, könnte man hier den Namen Google auch durch "Facebook" oder sonstige Dienstnamen ersetzen, denen Datensammelwut vorgeworfen wird.
Betritt man die Ausstellung, kommt man erstmal an einigen Mac-Rechnern vorbei, auf denen man sich selbst sieht. Hier wird dann an den eigenen Kopf ein Button gehängt. Nach einem Klick auf diesen Button kann man ein paar "harmlose" Daten eingeben, wie den Vornamen, den Wohnort, was man mag und was man zuletzt gegoogelt hat. Glücklicherweise werden alle diese Daten nur für diese Ausstellung gespeichert und die Datenschutzbestimmungen stehen direkt neben den Rechnern an der Wand.
Ich konnte mir natürlich nicht nehmen lassen, noch ein paar Fotos der Ausstellung zu machen, hatte aber leider nur mein Handy dabei, also nicht über die Bildqualität lästern, bitte :)
Was ich an dieser Ausstellung eigentlich so interessant finde ist, dass sie vollständig ohne Hilfe durch Google entstand und Google selbst scheinbar auch gar nichts von dieser Ausstellung weiß, was sich spätestens JETZT erledigt haben sollte. Allerdings wurde die gesamte Ausstellung inkl. der Ausstattung und der restlichen Arbeit durch die beiden Diplomanten selbst finanziert. Wer also dort reinschauen möchte, darf gerne auch einen Obolus in die Kasse werfen.
Die beiden waren letzte Woche, kurz vor der Eröffnung der Ausstellung auch schon bei NRW-TV und glücklicherweise gibt es davon eine Aufzeichnung:
»Google is your friend« bei NRW TV from googleisyourfriend on Vimeo.
March 25 2012
Amazon setzt den Cloudfront Cache-Timeout runter
Was erstmal klingt wie "gähn, interessiert mich nicht", interessiert mich allerdings brennend.
Dieses Blog liegt komplett bei Amazon und wird maximalst schnell ausgeliefert dank der Cloudfront. Waren bisher immer 60 Minuten Zeit, bis z.B. die Startseite aktuell war, kann man den Rhythmus jetzt selbst bestimmen. Endlich gibt es mein Blog in Live :)
March 13 2012
Google I/O - Ticketverkauf startet Ende März
Die Google I/O 2012 kommt. Und sie kommt mit großen Schritten.
Der Ticketverkauf startet am 27.03.2012 und wird wahrscheinlich, wie auch schon im letzten Jahr eher wie ein Glückspiel, da die Tickets 2011 innerhalb von nicht mal einer Minute vergriffen waren.
Allerdings stiegen die Preise auf $900 pro Ticket für Otto-Normalkäufer. Studenten kommen für ein Drittel des Preises rein.
Ich werde, entgegen erster Pläne, dieses Jahr nicht hinfliegen, da der eigentliche Termin im April, den ich mir extra freigeschaufelt habe, verschoben wurde und außerdem finde ich den Preis doch reichlich hoch.
Außerdem wird es auch dieses Jahr wieder eine Google I/O Extended in Hamburg geben.
Um teilzunehmen, schaut doch auf der Website der GTUG (Google Technology Usergroup) vorbei oder registriert euch direkt in der Mailingliste, um die Ankündigung und Anmeldung nicht zu verpassen.
Spotify in Deutschland - es klappt nicht
Ich weiß ja nicht. Ein Dienst, der schon so lange existiert, aber trotzdem so voller Bugs steckt. Über so etwas kann ich mich nur aufregen.
Schon vor längerer Zeit hab ich mich bei Spotify über den üblichen Facebook-Weg registriert. Da ich davon ausgehe, dass die meisten Sachen für Windows getestet sind und der Chrome jetzt auch kein Randgruppen-Browser ist, benutzte ich für den Login also einen Windows 7 PC mit der aktuellen Chrome-Version. Jetzt weiß ich natürlich als Facebook-App-Entwickler, dass das Javascript-SDK von Facebook ein sehr übles Problem hat: Es schliesst das Connect-Fenster nicht. So auch hier bei Spotify:

Also kein Login möglich. Ein guter Anfang.
Nächster Versuch: Ich benutze den normalen Login. Erstmal rausfinden, wie der Username und das Passwort ist. Nach Eingabe der E-Mail-Adresse, die ich auch bei Facebook benutze, bekomme ich eine E-Mail mit meinem Usernamen und einem Link, um das Passwort zurückzusetzen. Mein Username ist eine von Spotify vergebene ID. Nunja.
Erstmal in das Profil schauen. Na toll, mein Konto ist auf Großbritannien gebrandet und eine Änderung ist nur durch Eingabe der Zahlungsdaten verfügbar. Über den Sinn und Unsinn kann man diskutieren. Ein bisschen in den Profillinks rumklicken wurde mir verweigert:

Großartig!
Nun, also probieren wir jetzt auf dem von mir üblich benutzten Betriebssystem die Software:

Ach so, ich soll also auf die Premium-Modelle wechseln, weil die Entwickler zu inkompetent sind? Nein danke. Eine Browser-Variante gibt es ja auch nicht. Dadurch also für mein Chromebook unbrauchbar.
Da gibt es nur noch eine Frage: Was soll der Hype? Spotify ist Schrott. Die Musikauswahl ist auch nicht größer als bei simfy, die zumindest alles im Browser abspielbar haben.
Aber ach!
Twitter kauft Posterous - gleich und gleich gesellt sich gern

Twitter kauft Posterous - über die Gründe kann man nur spekulieren. Über den Sinn und Unsinn auch.
Aber dass Twitter ausgerechnet Posterous kauft, wundert mich nicht. Sie versuchen scheinbar, ihre Downtimes auszuweiten. Wenn man sich die Uptimes von Posterous aus dem Jahr 2011 so anschaut, kommt dies ziemlich gut an die Downtimes von Twitter ran:

Eigentlich wäre es von Twitter aber konsequenter gewesen, lieber Tumblr zu kaufen. Allerdings haben die ihre Uptime deutlich verbessert und wäre wahrscheinlich ein zu großes Prestige-Objekt geworden und würde die Usability von Twitter vollständig zerstören.
March 11 2012
Google+ vorerst ohne beschreibbare API - und das ist auch gut so
Auf der SXSW hat Vic Gundotra doch mal ein paar Worte zur API fallen lassen und so wie es aussieht, wird es vorerst keine API für externe Anwendungen geben, die auch Schreibzugriff auf den Stream bekommt.

Ich persönlich begrüße diesen Schritt und denke, dass Google+ hier genau das richtig macht, was Facebook und Twitter falsch machen. Die beiden letzteren Dienste ziehen zuhauf Social-Media-SpackenBerater an, die in rauhen Mengen Content produzieren und damit die sozialen Netzwerke dicht rotzen. Diese Inhalte sind überwiegend von eher, ich nenne es jetzt mal, "minderer" Qualität.
Dadurch, dass man dieses "rausrotzen in Massen" (nicht Maßen) bei Google+ nicht automatisieren kann, habe ich das Gefühl, dass die Inhalte in dem noch recht jungen Netzwerk deutlich überlegter und hochwertiger sind. Ähnlich wie die Kommentare.
Ich beobachte oft, dass manche Menschen für Twitter und Facebook echt die wildesten Clients verwenden, die die Informationen aus beiden Portalen vereinen. Leider rauscht dadurch viel wichtiger Content einfach durch. Ich lese ja tatsächlich schon seit einigen Monaten alles nur noch über die Webseiten (facebook.com, plus.google.com und wenn es sein muss, noch twitter.com). Nur mobil verwende ich die Apps der Netzwerke, da der Foto-Upload darüber deutlich einfacher ist.
Dies ist für mich seitdem deutlich angenehmer, da ich das Gefühl habe, mehr mitzubekommen. Und ich glaube auch, dass ich dank der selteneren Nutzung von Twitter auch weniger sinnloses Zeug rausposte. Das tut mir gut und ich hoffe, dass es auch zukünftig keine dämlichen Apps gibt, die mir den Stream vollposten. Denn dann muss ich, wie auch bei Facebook, diese Apps blocken. Und während ich diese Zeilen schrieb, trafen wieder 3 Spieleanfragen auf Facebook bei mir ein und bestätigen mir, dass Google mit der nicht-schreibbaren API vieles richtig macht.
Um noch ein kleines Beispiel einzuwerfen: Ich habe auf Facebook sogar die Clients wie Tweetdeck und Hootsuite geblockt, da es oft von der rausrotzenden Industrie verwendet wird und von Leuten, die zu faul sind, sich um ihre Netzwerke zu kümmern.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
March 09 2012
CeBIT 2012: Intel Bloghütte - ein guter Platz zum Arbeiten
Auf der CeBIT wird ja seit 20 Jahren versucht, den Leuten den Arbeitsplatz der Zukunft anzuschwatzen. Dies klappt eher mindergut, wie ich finde.
Ich hab es einfach mal getan, mit dem Chromebook auf nach Hannover gemacht, ab in die Bloghütte von Intel (Halle 23 - die Illuminaten lassen grüßen), rein ins WLAN und arbeiten. Klingt komisch, ist aber so.
Die netten Damen in der gemütlichen Lounge sorgten dafür, dass man ständig mit leckeren Schnittchen und Getränken versorgt wurde und die Musik in der Halle war halt Gamer-Like. Damit konnte ich leben, hatte aber glücklicherweise Kopfhörer dabei.
In der Lounge konnte man im Übrigen sehr nette Ultrabooks testen, über die auf anderen Blogs allerdings schon berichtet wurde.
Was gibt es noch zu sagen? Ach ja, telefonieren konnte man aufgrund des Lärms zwar vergessen, aber wer braucht das schon. Der Arbeitsplatz der Zukunft funktioniert aber. Wahrscheinlich komplett anders, als es in den Hallen noch aussieht.

CeBIT 2012: Tablets - eine Totgeburt jagt die Nächste

Das komplette Produktsheet nach Klick
Ein sehr großes Thema dieses Jahr auf der CeBIT 2012 sind die Tablets. Alle sind auf der Suche nach der großen neuen Nummer, die sich so gut verkauft, wie das iPad. Die Hersteller versuchen dies mit Android und Windows zu erreichen.
Mit Roland und Nicole von netbooknews sowie Steve von ultrabooknews lief ich durch die Hallen und fand da so manche Kuriosität. Darunter das Ultrapad von Smartbook.
Da wurde tatsächlich das Gehäuse vom Galaxy Tab 10.1 genommen, ein anderes Innenleben reingeworfen (Tegra 3 usw.), Android 4 installiert und fertig. Natürlich ist das Ding fix und die Bedienung ist fluffig, aber wahrscheinlich wird das Gehäuse der Todesstoß für das Gerät in Deutschland werden. Ich erinnere da nur an die Klage von Apple gegenüber Samsung. Darauf angesprochen, grinste man am Stand nur und wich den Antworten aus. Ich schätze, man kennt das Problem :)
Einen Tag später lief ich dann mit Knut und Roman durch die Gegend und fand das qoosurf Tablet (siehe Bild oben ganz). Die armen Hostessen am Stand taten mir bzgl. der Fragerei schon etwas Leid.
Die haben doch tatsächlich die Rahmen des iPad 1 genommen, da noch einen Button an der Kante hinzugebaut und Android-Hardware/-Software reingeworfen. Meine Reaktion: WTF? Eine noch exaktere und sogleich schlechte Kopie herzustellen, ist ja schon grob fahrlässig.
Da merkt man tatsächlich, wie man absichtlich die Leute verarscht. Ich bin ein großer Android-Verfechter und ich hoffe, dass auch die Tablets endlich besser werden. Allerdings nicht mit allen Mitteln. Außerdem verliert Android damit einen bisher recht guten Ruf.
Ainol Novo 7 Aurora - 7 Zoll Tablet für 150 Euro
Da sitzt man nichts ahnend in der Intel Bloghütte und da kommt Florian von nichtlesen.net rein und hat ein Ainol Tablet in der Hand. Es wirkt und ist ein China-Billig-Tablet, allerdings mit faszinierenden Eigenschaften:
- Android 4.0.3
- 1,2 GhZ
- 1 GB RAM
- 8 bis 32 GB Speichern
- 7-Zoll 1024x600 IPS Panel
- kapazitives Multi-Touch Display
- 2 MP Frontkamera
- USB Host Mode mit mitgeliefertem Host-Adapter
- HDMI-Ausgang mit mitgeliefertem Kabel
- 3700 mAh
- separater Ladeanschluss (kein Kombistecker)
- SD-Kartenslot
- mitgelieferte Kopfhörer
Ich finde dies erstaunlich, für ein 150 Euro Gerät, da selbst die großen Hersteller hier failen. Beim ersten kurzen Test muss ich zugeben, dass ich nicht erwartet hätte, dass es großartig performt, aber es läuft erstaunlich flüssig und auch das Spielen auf dem Gerät ist angenehm. Und das will schon was heißen, da es nicht viele Hersteller auf der CeBIT schaffen, mit neueren Geräten so eine UX hinzubekommen.
Hier ein paar Fotos (mit bestem Dank an Caschy):





February 06 2012
Just went along the Elbe today and found this great view of an frozen river…
(For full sized view click the picture. On that page you can zoom in with one click.)
January 28 2012
Twitter-Dev-Teatime in Berlin und warum mir Hipster immer mehr auf den Sack gehen
Hey Berlin, ich hab dich mal wieder besucht. Und wieder hast du alle meine Erwartungen erfüllt.
Der Grund meines Besuchs: Die Berlin-Dev-Teatime mit Twitter in der mobilesuite, ein sehr chic eingerichteter 24/7-Coworking-Space (sowas fehlt in Hamburg, also das Coworking-Ding in chic und nicht so abgeranz). Ein paar Jungs aus dem Twitter Platform Team waren da und haben 'n büschn was zur Plattform und der verschiedenen Twitter-APIs erzählt. Außerdem haben wir gemeinsam festgestellt, dass OAuth 1.0a irgendwie, nunja, eher unkomfortabel ist. Twitter allerdings auf OAuth 2.0 umzustellen, ist bisher nicht geplant.
Die Präsentationen waren super vorgetragen, so wie man es von Amerikanern ja eigentlich gewohnt ist. Was das eigentliche Problem der Veranstaltung war: Die Besucher.
Es gab leider nicht für alle einen Sitzplatz, vor allem nicht für die, die mal wieder erst nach Beginn der Veranstaltung eintrudelten. Aber leider gab es Freigetränke. Und es passiert das, was passieren musste: die Leute standen in großen Gruppen und quatschten, was das Zeug hält. So wie Hipster das nunmal so machen. Und wir waren ja in der Hipsterhauptstadt.
Also verstand man natürlich mal wieder nix von den Vorträgen und ca. alle 30 Sekunden die Leute zu ermahnen, etwas ruhiger zu sein, sollte eigentlich nur noch im Kindergarten notwendig sein.
Was hinzu kam: Die Veranstaltung war ja eindeutig als "DEV" markiert, d.h. es ging um "Entwicklung". Mit der Twitter-API. Womit auch sonst?
Als es um die Frage ging, wieviele Leute allerdings schon mal mit der Search-API arbeiteten, ging nicht mal eine handvoll Hände hoch. Da schießt einem doch direkt die Hand ins Gesicht. Mal wieder stand ein x-beliebiger Social-Media-Begriff im Namen der Veranstaltung und schon hat man nur noch Idioten da rumstehen.
Das ist, als wenn Facebook in Hamburg einen Invite-Only-Hackathon macht und nicht einen einzigen Coder einlädt. Oh moment, genau das ist ja passiert..........
Vielleicht bin ich da veraltet oder so, aber irgendwie scheinen diese Events mit ihren kostenlosen Getränken genau solche Flachpfeifen anzuziehen und das finde ich traurig.
Ich persönlich bin da hin gefahren, um mit den Twitter-Entwicklern mal direkt reden zu können. Glücklicherweise ist mir das durch diese Situation natürlich auch geglückt, da ca. genauso viele Twitter-Mitarbeiter anwesend waren, wie API-Entwickler im Publikum saßen. Dadurch konnte man sich ausgiebig mit denen unterhalten. Vielleicht sollte ich diese Situation also lieber als positiv für mich verbuchen. Möchte ich aber nicht. Denn ich beobachtete während der Vorträge ein paar Twitter-Leute im Hintergrund, die sich über die Lautstärke der Labertaschen genauso aufregten wie ich.
Vielleicht sollte man bei Entwickler-Events die Eintrittshürde etwas höher setzen und bei der Registrierung einen aktiven github-Account voraussetzen o.ä. Vielleicht hilft es ja.
January 21 2012
Google sagt Bye Bye zu Picnik, Sky Map und Urchin
Die Aufräumaktion geht weiter und Google schaltet erneut alte Produkte ab bzw. entwickelt sie nicht weiter.
Wo bislang überwiegend Produkte dabei waren, bei denen ich sowieso nie glaubte, dass sie jemand nutzt, geht es jetzt an Produkte, die ich selbst ständig bzw. oft nutze.
Auf dem Chromebook gibt es ja keine Möglichkeit, Grafiken direkt zu bearbeiten, also benutzte ich dafür gerne Picnik: Bild hochladen, beschneiden, verkleinern, runterladen, benutzen. Dies wird ab dem 19. April doch eher schwierig. Ich hoffe, dass PicasaWeb bis dahin entsprechende Bearbeitungsfunktionen bekommt, da pixlr leider nicht immer so gut funktioniert, wie ich es gerne hätte.
Dann ist da noch die Android-App Sky Map. Diese wird zukünftig Open-Source gestellt, aber nicht mehr von Google weiterentwickelt. Das ist schade, da es für Astronomieproblemfälle wie mich auch mal die Chance bot, zu schauen, welcher Stern da eigentlich zu welchem Sternzeichen gehört.
Das bekannteste Beispiel ist aber wahrscheinlich Urchin. Viele kennen es ja nicht mehr unter diesem Namen, sondern unter "Google Analytics", aber bevor es von Google gekauft wurde, hatten die Kunden immer die Chance, die Software auf eigenen Servern zu betreiben, was den deutschen Datenschützern wahrscheinlich eine kleine Freudenträne entlockt, aber diese Lizenzen werden ab März 2012 nicht mehr verlängert.
Alles in Allem sollte Google langsam mal aufhören mit seinem Putzwahn, sonst bleibt bald nichts mehr übrig, was man noch wegfegen kann.
January 20 2012
Großraumbüro - Fluch oder Segen?
Startups sind ja dafür bekannt, dass sie neues Personal gern mit hippen Locations und noch hipperen Büros locken. Ich führte heute die wohl vierzigste Diskussion über dieses Thema und muss dies einfach auch mal niederschreiben.
Wie oft ich in den letzten zwei Jahren von kleineren Firmen hörte: "Wir haben ein Loft bei/in/auf [hier den Namen einer hippen Location einfügen]" und mir nur jedes Mal dachte: "Hättet ihr vernünftige Büros könntet ihr wegen erfolgreich gesteigerter Produktivität die Hälfte des Personals entlassen". Auch ich habe schon in solchen Locations gearbeitet, wo wir mit 15 Personen auf knapp 50m² und auch mit der gleichen Personenzahl auf 250m² saßen. Es macht keinen Unterschied, solange da keine Wände sind.
Ausgerechnet die oft gelobten Lofts haben das Problem, dass sie sehr hellhörig sind, aber auch niedrigere Raumdecken schaffen es nicht, den Hall zu unterdrücken den die Menschen nunmal machen. Das Hauptproblem: Menschen wollen kommunizieren. Diese Kommunikation wird nur allzugern mündlich geführt, grad wenn man sich gegenüber sitzt. Dagegen ist auch grundsätzlich nichts einzuwenden. Wären da nicht noch die anderen im Büro. Die wollen nämlich auch kommunizieren.
Wenn man mal so eine Gruppe Kinder beobachtet, merkt man ganz schnell, was ich meine. Einer fängt an, der nächste will aber mehr gehört werden und wird lauter und so steigert sich die Lautstärke, ohne dass die Anzahl der Personen steigt. Leider lässt diese Eigenschaft nie nach. Die Leute im Büro wollen ihre Diskussion schließlich jetzt führen und dafür muss man die beiden Labertaschen vom Nebentisch natürlich übertönen. Da die aber ihr Gespräch über [gestern Abend|den letzten Fick|neue Modetrends|hier weitere überflüssige Themen einfügen] nicht beenden wollen, wird es im Büro unweigerlich laut.
Und dann kommen die Leute, die in Ruhe arbeiten wollen.
Für diese Leute gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Sie brüllen rum und versuchen die Laberbacken zur Ruhe zu bewegen. Dies löst Unmut beim Brüllenden aus, bei den Empfängern und bei Unbeteiligten, die sich fragen, warum denn jetzt noch ein weiterer Kollege so einen Terz macht.
2. Sie setzen sich Kopfhörer auf um sich Ruhe zu verschaffen. Zu diesem Typ gehöre auch ich und hier gibt es auch Probleme bei der Anwendung. Man muss die Musik so laut drehen, dass ich andere Kollegen davon gestört fühlen. Außerdem muss man sie so laut drehen, dass eine Disco wie die ICE-Ruhezone wirkt und es löst u.U. sogar gesundheitliche Probleme aus, da das Innenohr dauerhaft geschädigt wird. Und ich spreche da aus eigener Erfahrung: ein geplatztes Trommelfell ist nicht witzig und die beiden OPs waren nicht so das Wahre. Und jahrelang jeden Satz mit eine "Hä?" zu hinterfragen wirkt jetzt auch nicht so prickelnd.
Was tun?
Erstmal muss man sich dessen bewusst werden, dass Großraumbüros nicht ein einziges Problem lösen. Das kollegiale Gefühl stärkt es nicht. Wirklich nicht. Es löst keine Kommunikationsprobleme, sondern schafft sie eher. Es erhöht keineswegs die Produktivität und es wirkt für Kunden auch nicht kreativer als andere Büros. Kreativität ist eh nichts, was man durch einen bestimmten Bürotyp oder Ort erzwingen kann. Für Kreativität braucht es Wohlfühlatmosphäre. Diese Atmosphäre hat so mancher Kreative sogar eigentlich nur zu Hause, wo ihm oft auch die besten Ideen kommen, die er dann am nächsten Tag bei der Arbeit einfach nur manifestiert.
Was Chefs tun sollten: Das Äußere ignorieren. Nicht nur das der Mitarbeiter, sondern das eigene Äußere der eigenen Firma. Intelligente Menschen können nämlich unterscheiden zwischen gespielter und echter Kreativität. Steckt kreative Leute in einzelne Räume, in denen sie mit maximal 3-4 anderen Mitarbeitern zusammensitzen. Dort können sie kreativ sein, ohne andere, projektfremde Kollegen damit zu belästigen. Die Produktivität wird steigen.
Was Mitarbeiter tun sollten: Also zuallererst mal aufhören mit den Augen zu rollen. Lieber mal die Klappe aufmachen, wenn euch der Lärm stört. Sagt es euren Kollegen und euren Chefs, sonst wissen sie nicht, dass es nervt. Ihr wisst ja: Manche merken nix! Wenn euch Kollegen nerven und ständig ansprechen, versucht einfach mal die Ignorier-Taktik. Das wirkt anfangs etwas arrogant, aber ihr werdet schließlich dafür bezahlt, dass ihr gute Arbeit abliefert.
Was ihr noch tun solltet: Zerstört eure eigene Illusion, dass ihr durch ein cooleres Büro selbst cooler werdet und ihr dadurch noch begehrter werdet. Ihr seid nur begehrt, wenn ihr gute Arbeit macht.
Wer mir dieses Gelaber grad nicht glaubt, der setze sich doch mal einen Vormittag mit seinem Laptop in eine Kinderkrippengruppe und versuche konzentriert zu arbeiten. Ihr werdet sehen: Eigentlich ist es wie ein Arbeitstag im Großraumbüro in komprimierter Form.
January 19 2012
January 18 2012
Yepp. Me too…
January 08 2012
Foursquare und die Nutzung in Deutschland
Zu Weihnachten war ich London und dank Vodafone UK kam ich in den gleichen Genuss wie in Deutschland: Always On (Ausnahme: In der U-Bahn). Also konnte ich auch schön Foursquare nutzen, weil man in der schönen Stadt ja endlich auch mal ein paar andere Locations sieht und außergewöhnliche Badges ergattern kann.
Was mir aber in diesem Zeitraum auch aufgefallen ist: Die Briten nutzen Foursquare anders als wir. Also nicht nur anders, sondern überhaupt. Kein kleiner Bahnhof, ohne dass mind. 5-10 Leute dort eingecheckt waren. Keine Location die einen Mayor hatte, der bei der Nachbar-Venue auch Mayor war. Ich kenne das aus Hamburg so, dass man alle (Vorsicht: Ironie) 6 Mayor der Stadt, die man bei Check-Ins sieht, irgendwann schon mal persönlich getroffen hat. Das ist, als wenn man Monopoly alleine spielt.
Je kleiner die Stadt oder das Dorf wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass die nächste bekannte Venue mehr als 1km entfernt liegt. Das ist in anderen Ländern anders. Wenn man da nur 30 Meter von der U-Bahnstation entfernt steht, findet man beim Drücken auf den Check-In-Button diese Station ohne Suche nicht, weil noch so viele andere Venues im Umkreis von 29 Meterns sind.
Natürlich bleibt jedem selbst überlassen, ob er Foursquare nutzen möchte, doch ich finde, dass diese typisch deutsche Meinung "ich würde niemals meine Location preisgeben" den Erfolg solcher Dienste hier bisher erfolgreich verhindert oder habt ihr in letzter Zeit mal wieder was von friendticker gehört? :)
Foursquare versucht allerdings jetzt auch hierzulande, mehr User zu bekommen, indem sie die Hipster-Hauptstadt mit einem Badge versehen haben:
Ich hoffe mal, dass dies zukünftig hilft.
November 28 2011
Warum Google bei Google+ für Google Apps nachgedacht hat - und SinnerSchrader das auch tun sollte
Ja, der Titel provoziert, aber jetzt habe ich eure volle Aufmerksamkeit.
Gestern erschien auf dem Blog "Fischmarkt" ein Artikel mit dem Titel "Warum wir Google+ für Google Apps wieder abschalten - und Google das auch tun sollte". Nur leider gingen deren Überlegungen völlig an dem vorbei, was sich Google dabei dachte.
Fangen wir doch erstmal an, welche User Google Apps nutzen:
- private User
- Firmen
Ich gehöre zu beiden Gruppen und fange mal mit Punkt 1 an: Meine private E-Mail läuft komplett über Google Apps. Ich hatte früher zum Spielen einen Googlemail-Account, der aber ungenutzt ist. Jetzt kam Google+ und ich musste meinen Googlemail-Account reaktivieren, den ich gar nicht nutzen will. Weil es aber nicht anders ging, war es notwendig. Jetzt ist Google+ für Google Apps da und schon sind diese Nutzer wieder glücklich und können ihren eigentlich ungenutzten Account wieder dieser Bestimmung zukommen lassen.
Für Nutzer, die noch nicht wissen, ob sie ihren Google-Apps-Account privat auch noch in den nächsten 24 Monaten nutzen wollen, ist es ratsam, noch zu warten mit dem Umzug des Google+-Accounts.
Zu Nutzergruppe 2 - die Firmen. Hier ist es eh nicht ratsam, sein privates Profil auf dem Firmenaccount anzulegen. Ich kenne inzwischen diverse Menschen, die damals meinten, sie müssten ihren XING-Account mit ihrer Firmen-E-Mail-Adresse anlegen, denn es ist ja ein Businessnetzwerk. Nach dem Wechsel in ein anderes Unternehmen und dem Vergessen des Passworts kommt man also nie wieder an seinen Account - sehr schlau. Nicht.
Bei Google+-für-Google-Apps-Benutzer im Firmenumfeld verhält es sich ähnlich. Allerdings sind diese Accounts nicht unnütze. Man nehme jetzt mal SinnerSchrader als Beispiel: Die Mitarbeiter, die sich dafür interessieren, was der Chef so mitzuteilen hat, können diesen in der Domain einkreisen, aber er muss dies nicht umgekehrt tun (könnte bei sehr laberbedürftigen Mitarbeitern auch sehr anstrengend werden). So. Jetzt will er aber den Mitarbeitern etwas mitteilen, also gibt er als Empfänger die Domain "sinnerschrader.com" an. Und schon lesen es alle, die es interessiert. *ding ding*
Weiterer Vorteil für die Firmenprofile: Man kann sein Privatleben vom Berufsleben trennen. Ja, diese Menschen gibt es heute immer noch. D.h. dass so ein Pressesprecher sich im Google+-Profil, welches er im Firmen-Account angelegt hat, sich schön in Krawatte zeigen kann, aber im privaten Account gerne auch mal Fotos mit einem Bier in der Hand an engste Freunde posten kann, ohne dass dies unbedingt mit der Firma in Bezug gebracht wird.
Dies machen wir ja schließlich alle täglich auch im Berufsleben, indem wir nicht mit unserer Privat-E-Mail-Adresse Mails an Kunden schicken - denn wir trennen Berufs- und Privatleben.
Zur Sache mit der Schizophrenie: Ja, es ist komisch, dass ich dreimal auf Google+ existiere (1x Privat-Apps-Account, 1x Firmen-Apps-Account, 1x GoogleMail-Adresse (deprecated wenn das Migrationstool kommt)). Aber erinnern wir uns zurück an die guten alten Wave-Zeiten (hach, damals!). Die Leute kamen nicht so gut damit klar, dass die Wave-Adressen wie E-Mail-Adressen aussahen, aber keine waren. Aus diesem Fehler lernte Google und macht diese Adressen jetzt nicht mehr sichtbar, sondern greift auf die guten alten UserIDs zurück und zeigt in der Suche die Klarnamen an. Ist jetzt auch wieder nicht richtig, da "man" ja nicht weiss, welcher Account jetzt der Richtige ist.
Ich bin da eher der Meinung: Wenn ich bei Google+ jemanden einkreisen möchte, dann schaue ich mir genau an, wer das ist, was für ein Zweck der Account hat (privat, geschäftlich, rumspammig, o.ä.) und denke einfach vorher etwas nach. Ich weiß, die Realität in Bezug auf denkende Benutzer sieht da anders aus, aber das ist ja nicht immer nur ein Problem der Plattform.
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